Die LIEBE zu JESUS CHRISTUS


Wie sehr Jesus Christus geliebt zu werden verdient wegen der Liebe, die er uns durch Einsetzung des allerheiligsten Sakramentes des Altars bewiesen hat

Kapitel 2: 5. Wie sehr hat sich Jesus Christus danach gesehnt, sich uns in der heiligen Kommunion zu schenken! "Mit einem sehnlichen Verlangen habe ich verlangt, dieses Osterlamm mit euch zu essen" (Lk 22,15), sprach Er in der Nacht, in der er das Sakrament der Liebe einsetzte.

10. Wir sollen daher überzeugt sein, daß eine Seele nichts tun kann und daß sich nichts denken läßt, was dem Herrn wohlgefälliger wäre, als wenn sie in der gehörigen Verfassung, um einen solchen Gast aufzunehmen, die heilige Kommunion empfängt; denn durch die Kommunion vereinigt sie sich mit Jesus, was eben der Wille und die Absicht unseres liebevollen Heilandes ist. Ich sage: in der gehörigen Verfassung, und nicht: in einer würdigen Verfassung; denn wenn diese erfordert würde, wer dürfte es wagen, die heilige Kommunion zu empfangen? Im allgemeinen gesprochen genügt es, daß man im Stande der Gnade sei, und das lebhafte Verlangen habe, in der Liebe Jesu Christi immer mehr zuzunehmen.

Nur aus Liebe soll man den Heiland in der heiligen Kommunion empfangen, sagt der heilige Franz von Sales, weil er sich nur aus Liebe uns schenken wollte.

11. Gleichwie aber kein Werk Gott wohlgefälliger ist als die Kommunion, so gibt es auch keines, aus dem wir einen größeren geistlichen Gewinn ziehen könnten.

13. Ferner ist es eine eigentümliche Wirkung dieses Sakramentes, daß es die Seelen zur Liebe Gottes entflammt.


Heiliger Kommunionempfang - Seherkinder von Fatima in Anbetung des eucharistischen Heilandes,  der ihnen vom Engel des Friedens gereicht wird.


Liebe handelt nicht unbesonnen

Kapitel 8.: 26. Das vierte Mittel, um die Vollkommenheit und überhaupt die Gnade der Beharrlichkeit zu erlangen, ist die öftere Kommunion, von der wir bereits im zweiten Kapitel gesprochen haben, wo wir sagten, daß die Seele nichts tun könne, was dem Herrn wohlgefälliger wäre, als wenn sie ihn öfters im heiligsten Sakramente empfängt. Deshalb haben die heiligen Väter die öftere und sogar die tägliche Kommunion so sehr gepriesen und empfohlen.

Vor allem aber entzündet kein anderes Sakrament die Seelen so sehr mit dem Feuer der göttlichen Liebe als das Sakrament der Eucharistie, in dem Jesus Christus sich uns ganz hingibt, um durch die Liebe sich vollkommen mit uns zu vereinigen. Darum sagt der ehrwürdige Johann von Avila: "Wer die Seelen von der öfteren Kommunion abhält, verrichtet das Geschäft des Satans." Und so ist es; denn nichts ist dem Satan verhaßter, als dieses Sakrament, das den Seelen am meisten Kraft und Stärke verleiht, in der göttlichen Liebe fortzuschreiten.

27. Deshalb sagt Innozenz XI. in dem oben erwähnten Dekret, daß der Beichtvater das Maß der mehr oder minder häufigen Kommunion zu bestimmen habe und daß seine Richtschnur hierbei der Nutzen sein solle, den die Seelen, die er leitet, daraus ziehen, und der geistliche Fortgang, den er in der Folge der Kommunion an ihnen wahrnimmt.

Auszüge aus "Die LIEBE zu JESUS CHRISTUS" von heiligem Alfons Maria von Liquori; siehe auch:
www.apostolat.de/




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