Hebung der Sitten, Bekehrungen, Heilungen... - Die Zahlen sprechen


Pater Jean Baptiste de Blois - und die Gebetsübung der Drei Ave Maria

Vor einem halben Jahrhundert etwa erlebte die Gebetsübung der Drei Ave Maria vielerorts eine solche Blüte, dass dieses rasche Umsichgreifen zweifellos den Willen Gottes kundgab. Die Seele dieser Bewegung war ein eifriger französischer Kapuziner, Pater Jean Baptiste de Blois.

Der fromme Ordensmann predigte und verbreitete auf jede erdenkliche Weise unsere Gebetsübung. Dabei ließ er sich nie durch die zahllosen Schwierigkeiten und Widerstände entmutigen, da er fest überzeugt war, dass sein Werk Gott und der heiligen Jungfrau gefiel. Im Jahre 1900 sprach er auf dem marianischen Kongress von Lyon von seiner Tätigkeit und "was er sagte, erschien allen wie eine Offenbarung." - Drei Jahre später gab er auf dem marianischen Kongress von Freiburg einen sehr günstigen Bericht, der in der Behauptung gipfelte, dass diese Andacht nunmehr zu einem Gemeingut der Kirche werde. Und 1906, auf dem Kongress zu Einsiedeln, konnte er einen noch erfreulicheren Rechenschaftsbericht erbringen, indem er auf die unverhofften guten Früchte hinwies, die er und seine Mitbrüder entdeckt hatten.

Unzählige Meldungen über Gebetserhörungen und Wunder erreichten den seeleneifrigen Missionar. Das führte zur Gründung einer Gebetsgemeinschaft von den Drei Ave Maria und einer Zeitschrift mit' dem Titel "Le Propagateur des Trois Ave Maria." Diese genügte aber kaum für die Veröffentlichung auch nur der wichtigsten Gebetserhörungen und so mussten viele Berichte unterbleiben. Innerhalb weniger Jahre verbreitete sich die Andacht in Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Deutschland und der Schweiz.

In Spanien gibt es keine einzige Ortschaft, wo sie nicht rührige Anhänger hätte. Die Propagandaschriften, die der allgemeinen Unterweisung dienten, gehen in die Millionen. Das Flugblatt mit dem Titel "Die Andacht der Drei Ave sichert uns den Himmel" erzielte in Frankreich in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts eine Auflage von 6 Millionen Kopien und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Die verschiedenen Drucksachen über dieses Thema betrugen im gleichen Lande in einem Zeitraum von 10 Jahren etwa 10 Millionen. Auch in vielen Missionsländern fasste diese Gebetsübung sehr leicht Fuß und zeitigte viele gute Früchte. - Schließlich prägte man eine Medaille und druckte Bildchen von Unserer Lieben Frau von den Drei Ave Maria, die weiteste Verbreitung fanden. Am südlichen Rio Grande in Brasilien findet sich die Andacht der Drei Ave Maria in allen Pfarreien.


HEILUNGEN, BEKEHRUNGEN, RASCHE HEBUNG DER SITTEN, GOTT ERGEBNE STERBESTUNDEN - UND SIEGE ÜBER DIE LEIDENSCHAFTEN

Ein Kapuzinermissionar, Fr. Fedele, schrieb: "Ich sprach schon in meinem letzten Brief davon, dass in unseren Lourdesgrotten und -kapellen der Rosenkranz und die Drei Ave Maria gleicherweise gebetet werden. Die beglückenden Erfolge dieser heilsamen Gebetsübung sind so zahlreich und bestechend, dass man sie einzeln gar nicht aufführen kann: Heilungen, Bekehrungen, rasche Hebung der Sitten, Gott ergebne Sterbestunden - und Siege über die Leidenschaften.

Ich glaube, euch einen Gefallen zu tun, wenn ich folgendes Erlebnis veröffentliche.

Taufe - und Vater tritt aus der Freimaurerloge aus

Ein Hochgradfreimaurer ließ sich in seiner Religionslosigkeit, um nicht zu sagen in seinem Hass gegen die Kirche, soweit hinreißen, dass er seine Kinder nicht taufen lassen wollte. Um eine Sinnesänderung des Unglücklichen zu erwirken, schlossen sich einige fromme Seelen zu einem Ave-Maria-Gebetskreuzzug zusammen. Wenige Wochen später fanden sie Erhörung: Die Kinder, von denen das älteste bereits elf Jahre zählte, empfingen die heilige Taufe und der Vater trat aus der Freimaurerloge aus." (LT.)


Nach dem abendlichen Rosenkranz JEDESMAL GETREU das Beten der 3 Ave Maria

Ein Berichterstatter aus Kurdistan: Diese Gebetsübung wird zu unserer Lieblingsandacht. Fast jede Medaille wirkt Wunder und es würde zu weit führen, sie alle aufzuzählen…

Meine Schüler beten jetzt auf meinen Rat nach dem abendlichen Rosenkranz jedes Mal getreu die Drei Ave Maria. In den meisten Häusern wird das Bild unserer Lieben Frau von den Drei Ave Maria, die in allen Nöten angerufen wird, innig verehrt. Auffallend ist, dass meine armen Bauern, die so schwer für andere kirchliche Andachten zu gewinnen sind, gegen diese Gebetsübung keinerlei Einwendungen machen, - man muß sie lediglich erklären. Man kann geradezu behaupten, dass von dieser Andacht eine unwiderstehliche, ja wunderbare Anziehungskraft ausgeht.
Den letzten Anstoß dafür, dass meine Pfarrkinder zu treuen Anhängern unserer Lieben Frau von den Drei Ave Maria wurden, gab ein großes Wunder, dessen Augenzeugen sie waren, und das ein alter Mann aus meiner Pfarrei in den letzten Maitagen erleben durfte:


Sich der schändlichen Leidenschaften rühmender Totschläger beichtet und gesundet

Peter, ein gebrechlicher, fast hundertjähriger Greis, war durch seinen ungeordneten, gottlosen und verbrecherischen Lebenswandel schon immer das schwarze Schaf der Pfarrei gewesen. Wir versuchten mit allen Mitteln, ihn zur Umkehr zu bewegen. Vergebliche Liebesmüh! Seine teuflische Verderbtheit hatte schon die Geduld vieler, vieler Priester vor mir und besonders meine eigene erschöpft. Achtzig Jahre hindurch war er ein gemeiner, gott- und sittenloser Räuber und Totschläger, der in seinem Wahnwitz vor keinem Verbrechen zurückscheute. Obwohl er bereits mit einem Fuß im Grabe stand, setzte er die Gräuel seiner Jugend fort: er verleumdete den Priester, verhöhnte die Religion, verführte Unschuldige, verdarb die Halbwüchsigen, rühmte sich seiner schändlichen Leidenschaften und versäumte keine Gelegenheit, das Böse zu tun und es ändern einzuschärfen.

Als die Andacht der Drei Ave Maria auch bei uns eingeführt wurde, beschmutzte der Ruchlose sie mit beißendem Spott, wie es seine Gewohnheit war.

Ende Mai griff die Gerechtigkeit Gottes ein. Peter wurde krank. Wie sollte man ihn für ein Gespräch über die Religion gewinnen? Ich begann zu diesem Zweck eine Novene zu Unserer Lieben Frau von den Drei Ave Maria, und zwar vor dem schönen, großen Bild, das ihr mir geschickt habt und das jetzt unsere Kirche ziert. Gleichzeitig ließ ich heimlich unter sein Kopfkissen eine Medaille legen. Drei Tage später wurde ich dringend zum Kranken gerufen. Er beichtete unter heißen Reuetränen. Die gute Himmelsmutter wirkte ein neues Wunder und ließ ihn gesund werden. Heute dient der alte Sünder zur Erbauung aller. Er kniet immer vor dem Bild Unserer Lieben Frau, der er - wie er behauptet - "Erde und Himmel" verdankt (LT.)


Dieser Andacht die Treue halten - schöne Seelen

Ein Missionar berichtet: Während der wenigen Jahre, die ich als Missionar im Kongo verbrachte, war ich unter anderem auch Leiter des Eingeborenenseminars. Ich brauche nicht zu betonen, dass dort die Gebetsübung der Drei Ave Maria hoch in Ehren stand. In einem meiner letzten Briefe an meine ehemaligen schwarzen Seminaristen, empfahl ich ihnen, dieser Andacht die Treue zu halten. Ihr könnt euch meine Freude nicht vorstellen.

Ein armer Kongojunge schrieb mir einen rührenden Brief, in dem es heißt: Lieber Pater, wir haben gewissenhaft jeden Morgen und Abend unsere Drei Ave Maria gebetet. Eine so heilige Übung aufzugeben, wäre eine Sünde gewesen und die gute Gottesmutter hätte uns bestimmt nicht mehr als ihre Ritter angesehen. Ja, Hochwürden Herr Pater, unter den Schwarzen gibt es schöne Seelen und, wenn diese zum Priestertum berufen sind, besteht große Hoffnung für eine Erneuerung des armen Afrika. Ich empfehle dieses liebe Kongoseminar den Gebeten aller Förderer der Andacht von den Drei Ave Maria. Sie, die der Höllenschlange den Kopf zertreten hat, wird Mittel und Wege finden, um in diesem unglückseligen Lande Chams eine Elite von frommen, edlen Priesterkandidaten heranzuziehen, die einmal für Christus, ihren lieben Sohn, eine große Zahl ihrer unglücklichen Stammesbrüder gewinnen sollen." (LT.)




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