Heilungen


Die Tatsachen beweisen, dass die Drei Ave Maria imstande sind, geistliche und zeitliche Gnaden vom Himmel herabzurufen, darunter auch zahlreiche und manchmal wunderbare Heilungen. Ein Gesunder fürchtet die Krankheit als ein Unglück. Ein Kranker nimmt zu natürlichen und übernatürlichen Mitteln seine Zuflucht und setzt den Himmel in Bewegung, um wieder gesund zu werden. Leider denken viele Menschen nur im Elend an Gott und, wäre nicht das Verhängnis über sie hereingebrochen, dächten sie nie ans Beten.

In den Plänen der Vorsehung können Leid und Krankheit unserem Seelenheil zuträglicher sein als Wohlstand und Gesundheit, obwohl uns das nicht in den Kopf gehen will. Gott erhört dann unser Gebet nicht wörtlich, sondern gibt uns dafür ein anderes Geschenk: Ergebung und vielleicht sogar liebende Hingabe an seinen heiligen Willen, der alles Übel zum Guten wendet, indem er es für die ewige Seligkeit verwertet.

Wir können Gott, wie es im Evangelium heißt, um alles bitten, daher auch um die Gesundheit des Leibes. Sie ist aber, wohlgemerkt, nicht das höchste Gilt, wie viele glauben und behaupten, sondern nur ein Mittel, um Gott zu dienen und den himmlischen Lohn zu erlangen. Daher sollen wir sie erhalten und dürfen sie erstreben (allerdings nicht, um sie durch Ausschweifung und Laster ruinieren zu können). Wenn wir diese Einstellung haben, dürfen wir Maria ruhig um die Gnade der Gesundheit bitten.

Unsere gute Mutter kann sie uns von Gott erlangen, sogar durch ein Wunder, wenn es der Seele nützt. Ist aber die Krankheit für unser religiöses Wachstum förderlicher, spendet uns die Gottesmutter Erleichterung und Trost. Das zeigt uns deutlich das Schicksal einer braven Nonne:


Zehnjährige Opferseele durch die Drei Ave Maria geheilt

Schwester Maria Benedetta starb im Jahre 1913 im Rufe der Heiligkeit. Ihr Leben beweist, dass Ergebung oft besser ist als Genesung. Ihr Leben war ein einziger Opfergang, da sie 50 Jahre lang ans Bett gefesselt blieb. Und doch war sie als zehnjährige einmal auf wunderbare Weise durch die Drei Ave Maria geheilt worden.

Kanonikus Grispini schreibt in seiner Biographie über dieses Wunder: Seit sieben Jahren litt die Kleine an einer Fistel des linken Unterschenkels, als es Gott gefiel, sie durch ein wirkliches Wunder davon zu befreien. Eines Tages -sie saß gerade von ihren Freundinnen umringt auf der Schulbank - sah sie einen Pilger mit wallendem Bart und majestätischem Schritt den Saal betreten. Er ging auf sie zu, strich ihr liebkosend übers Gesicht und fragte:
"Wie fühlst du dich?"
"Ich bin recht leidend", antwortete Penelope (ihr Taufname). "Seit sieben Jahren habe ich eine Geschwulst am Bein, das mir sehr zu schaffen macht."
"Hab Vertrauen, mein Kind", entgegnete der unbekannte Pilger, "die heilige Jungfrau und Jesus, ihr Sohn, werden dich heilen."
Dann ließ er die Mädchen niederknien und betete mit ihnen andächtig drei Ave Maria. Zuletzt machte er der Kranken ein Kreuzzeichen auf die Stirne und verschwand. Penelope fühlte eine ungewohnte Kraft durch ihren Körper strömen und stand auf. Welch ein Wunder! Sie war völlig geheilt. Ihr Gesicht, das vorher noch einen leidenden Ausdruck zeigte, strahlte nur so vor Lebensfreude wie eine Rose, deren Kelch sich nach einem Gewitter dem Lichte auftut.


Maria hat geholfen - Familie von Typhus geheilt

In einer Familie war der Typhus ausgebrochen. In wenigen Tagen schwebten der Vater und die älteste Tochter in Lebensgefahr. Eine fromme Klosterfrau wandte sich an die heilige Jungfrau um Hilfe. Sie hängte den Kranken eine Marienmedaille um und begann mit ihren Mitschwestern eine Drei-Ave-Maria-Novene. Schon der zweite Tag brachte eine wesentliche Besserung und es ging immer mehr der Genesung zu.

Ein paar Tage später wurden drei weitere Familienmitglieder vom gleichen Übel erfasst. Das Fieber versetzte sie in einen hoffnungslosen Zustand. Wiederum begannen die Schwestern eine Novene und ehe diese noch zu Ende war, hatte Maria schon helfend eingegriffen. (LT.)


Werdende Mutter aus Lebensgefahr errettet - am 9. Tag der Drei-Ave-Maria-Novene geheilt

Ein vierzigjähriger kriegsversehrter Familienvater wurde von einem schweren Kummer heimgesucht. Er hatte fünf Kinder, das älteste war 14 Jahre alt. Die Geburt des sechsten brachte die Mutter in höchste Lebensgefahr. Der Arzt schaffte die schwerkranke Frau selbst in seinem Auto ins Krankenhaus. Der Vater war nahezu verzweifelt: 5 Kinder, zwei Hausmädchen, eine Pflegerin für das Neugeborene, die Krankenhauskosten und fast keine Aussicht, dass seine Frau durchkommen würde. Da betete er neun Tage lang allabendlich mit seinen Kindern drei Ave Maria. Am letzten Tag der Novene erklärte der Arzt, dass nun die Gefahr gebannt sei. (LT.)


Hoffnung durch die Drei-Ave-Maria-Novene

Vor einiger Zeit wurde mein Vater als Opfer eines Verkehrsunfalls in einem beklagenswerten Zustand nach Hause geschafft. Die herbeigerufenen Ärzte stellten fest, dass der Brustkorb eingedrückt und das Herz verschoben und verletzt war. Der Fall war hoffnungslos. Da begannen wir die Drei-Ave-Maria-Novene. Gegen Ende der ersten Novene war mein Vater bereits außer Gefahr und am Schluss der zweiten konnte er bereits aufstehen und ein wenig herumlaufen. Nun ist sein Zustand befriedigend.
Diese Heilung ermutigte mich, Maria noch einmal um eine große Gnade zu bitten. Ich wünschte brennend die Bekehrung eines anderen sehr lieben Menschen, der in seiner Verstocktheit vierzig Jahre lang allen Versuchen, eine Sinnesänderung bei ihm herbeizuführen, widerstanden hatte. So nahm ich zur heiligen Jungfrau meine Zuflucht und fand Erhörung. (B. L. LT.)


Die Medaille Unserer Lieben Frau - und die Drei Ave Maria

Ein junges Mädchen hatte ein schlimmes Übel an den Beinen, so dass sie nicht mehr gehen konnte. Die Ärzte waren gegen dieses Leiden machtlos. Da gab ihr eine gute Frau anlässlich eines Besuches eine Medaille Unserer Lieben Frau von den Drei Ave Maria und empfahl ihr, jeden Morgen und Abend drei Ave Maria zu beten. Die Mutter der Kranken versprach ihrerseits, neun Tage lang der heiligen Messe beizuwohnen. Nach wenigen Tagen verschwand das Übel vollständig, ohne eine Spur zu hinterlassen, so dass das junge Mädchen wie früher wieder ihrer Arbeit nachgehen kann.


Cholera zum Stillstand gebracht - keine Toten und Sterbenden mehr

Dieses außerordentliche Ereignis spielt sich in einem Dorf Mesopotamiens ab und wird von Schwester Maria Gonzaga, einer Missionsschwester der Franziskanerinnen und vom Ortsgeistlichen selbst bestätigt.

Tell Arman, ein ganz katholisches Dorf, das nur wenige Wegstunden von Mardin entfernt liegt, erfuhr eine große Gnade durch die Gebetsübung der Drei Ave Maria. Aber lassen wir den Pfarrer der braven Gemeinde zu Wort kommen, der als Kronzeuge diese rührende Szene beschreibt:

"Ende Oktober 1903 wütete die Cholera in unserem Dorf, das ohnehin schon nach den Massakern des Jahres 1895 sich in einem jämmerlichen Zustand befand. Siebenunddreißig Opfer in vier Tagen war die Bilanz dieser fürchterlichen Geißel. Wenn es so weitergeht, sagte ich mir, wird die Ortschaft bald aussterben. Ich wandte mich zum Himmel um Hilfe. Mit dem allerheiligsten und einer Standarte der heiligen Jungfrau voran durchzogen wir in einer Bittprozession das ganze Dorf, und alle Männer, Frauen und Kinder beteten laut und ohne Unterlass die Drei Ave Maria mit der Anrufung ‚Maria, meine gute Mutter, bewahre mich vor der Todsünde… und vor der Cholera!' Die gute Mutter erhörte uns. Von diesem Augenblick an war die Macht der Krankheit gebrochen: es gab keine Toten und Sterbenden mehr. (LT.)


Kehlkopfentzündung geheilt

Ein Augustinernovize sollte sich wegen einer Kehlkopfentzündung operieren lassen. Sein Novizenmeister, der selige Beato Stefane, war dagegen und sagte: "Warten wir bis morgen". Dann beruhigte er den Kranken: "Keine Angst! Beten Sie Drei Ave Maria und Sie werden gut schlafen!" Am nächsten Morgen war der Patient völlig geheilt.


Das Fatima-Seherkind Hyazinta, die Drei Ave Maria und das beharrliche Gebet

Luzia, eines der Seherkinder von Fatima, erzählt folgende Episode über ihre Kusine Hyazinta, die wie sie die Madonna gesehen hatte:
"Eines Tages begegnete uns eine arme Frau. Sie warf sich Hyazinta zu Füßen und bat sie um ihre Fürsprache bei der heiligen Jungfrau, damit sie von einer schrecklichen Krankheit geheilt werde. Hyazinta beugte sich zu der knienden Frau nieder, um sie mit zitternden Händen hochzuheben. Da ihr das misslang, kniete sie sich hin und betete zusammen mit der Frau drei Ave Maria. Dann bat sie die Kranke, sich zu erheben und versicherte ihr, dass die heilige Jungfrau sie gesund machen würde. Sie betete beharrlich um diese Gnade und nach einiger Zeit kam die Frau wieder, um der Madonna für ihre Heilung Dank zu sagen." (Galamba de Oliveira, Hyazinta, 8. Auflage, S. 109.)


Mutterseelenallein - Besuch und Hilfe durch die Drei Ave Maria

Ich lag krank und mutterseelenallein zu Hause, berichtet ein Fräulein, und die Tränen flössen mir vor lauter Trübsinn über die Wangen. Nun erst betete ich drei Ave Maria zur heiligen Jungfrau, damit sie mir jemand zu Hilfe schicke. Kaum war ich fertig, klopfte es an die Tür. Es war Pater Ramière. Er hatte gerade an diesem Nachmittag in Mons zu tun, und als er die Vereinigung, der ich angehörte, aufsuchte, bemerkte er sofort meine Abwesenheit.
"Wo ist Sofia?"
"Sofia ist krank."
Da stürmte er fort, um nach mir zu schauen.
Nach seiner Rückkehr schickte er mir ein junges Mädchen, die den Webstuhl neben meinem Bett bedienen sollte. Ich hatte nämlich keinen Heller mehr und dabei sollte ich mir eine bestimmte Medizin kaufen.
"Haben Sie Ihre Medizin genommen?" fragte der Pater.
"Nein, Hochwürden."
"Warum nicht?"
"Ich kann sie nicht kaufen, weil ich kein Geld habe."
"Und das sagen Sie nicht?"
"Ich hatte nicht den Mut dazu."
Da ließ er vier Silbermünzen in meine Hand gleiten. Es war übrigens nicht das letzte Almosen, das der Pater mir oder den Meinen spendete." (Ramière E., L'apostolato della Preghiera, S. 35 - 36, Rom 1927.)




Zum ANFANG der DREI AVE MARIA

STARTSEITE