Die Meinung der Kirche


Angesichts der wunderbaren Verbreitung und der guten Früchte, die unsere heilsame Gebetsübung brachte, zeigte die Kirche bald ihr Wohlgefallen und erteilte ihre Genehmigung, mit der sie reichliche Vergünstigungen verband.
Das Apostolat des eifrigen Paters Jean Baptiste de Blois erhielt das Lob und den Segen des Papstes Leo XIII., der Ablässe gewährte und vorschrieb, dass nach jeder Messe der zelebrierende Priester zusammen mit dem Volk drei Ave Maria zu beten habe.

Papst Benedikt XV., der "herzlich gern" die Wünsche einiger Förderer der Gebetsgemeinschaft erfüllte, erhob durch ein Apostolisches Schreiben das in Blois gegründete "Fromme Werk zur Verbreitung der Drei Ave Maria" zu einer Erzbruderschaft (mit der Befugnis zur Errichtung von Filialen in der ganzen Welt) und stattete diese durch reiche Ablässe und Privilegien aus.

Auch zahlreiche Kardinale, Erzbischöfe und Bischöfe förderten diese Andacht, da sie in ihr eine große Hilfe für die Heimführung der Seelen zum Guten erblickten. Wer die Kirche liebt und sich zum "sentire cum Ecclesia" (zum Fühlen mit der Kirche) verpflichtet glaubt, kann ihrem klaren Urteil nicht gleichgültig gegenüberstehen. Und wer Seeleneifer und Liebe zur heiligen Jungfrau besitzt, findet in dieser Andacht die Möglichkeit, beide Tugenden gleichzeitig zu üben. In der Tat können alle zur Verbreitung der Drei Ave Maria beitragen: in erster Linie die Priester, Beichtväter und Prediger, dann Mütter, Erzieher, Ordensschwestern, Mönche und Lehrer. Keinem fehlt die Gelegenheit oder der Wirkungskreis: die eigene Familie, Freunde, Vereine, Schulen, Patronate, Hospize, Asyle, Kranken- und Waisenhäuser, Werkstätten und Fabriken.


Bekehrung eines skeptischen Kapuziners und die Bekehrung seines nächtlichen Besuchers

Ein Kapuziner berichtet: Ich war bisher nicht gegen die drei Ave Maria eingestellt, hielt aber auch nicht allzu viel davon. Das muß ich um der Wahrheit willen gestehen, - jetzt aber bin ich von meiner Skepsis geheilt und übersende Ihnen gleichzeitig die wahre Geschichte meiner eigenen Bekehrung und der Bekehrung eines Sünders durch die Gebetsübung der Drei Ave Maria. Und nun in aller Einfachheit die Begebenheit selbst:

Ich hatte im letzten Advent mit noch einem Pater, der begeistert für die Drei Ave Maria warb, eine Mission abzuhalten. Der Pater empfahl warm das tägliche Beten der Drei Ave Maria. Nach der ersten Hälfte der Mission läutete mitten in der Nacht um halb elf Uhr die Pfarrhausglocke. Alle waren schon zur Ruhe gegangen. Der Pfarrer stand auf und öffnete. Vor der Türe wartete ein Mann und wollte beichten. Ich wurde benachrichtigt und kam herunter. Als ich die Beichte dieses braven Mannes gehört hatte, machte ich mir Gedanken wegen seines nächtlichen Besuches und fragte ihn, warum, er denn nicht bis zum nächsten Tag gewartet habe.

"Ich bin nicht fromm", bekannte er freimütig, "ich habe seit mehreren Jahren nicht mehr gebetet, aber eines Abends wohnte ich einer Predigt bei, in der ihr Kollege seinen Zuhörern ans Herz legte, täglich dreimal ein Ave Maria zu sprechen. Acht Tage lang habe ich das gewissenhaft getan und ich bin nur deshalb so spät zu Ihnen gekommen, weil ich einfach nimmer anders konnte. Ich habe mich den ganzen Tag dagegen gesträubt und bitte Sie um Verzeihung, dass ich Sie so spät noch belästigt habe."

Ich verabschiedete mein Beichtkind und kehrte nachdenklich in mein Zimmer zurück. Meine Gedanken weilten bei den Drei Ave Maria, deren wunderbare Macht ich soeben erlebt hatte. So blieb mir nichts anderes übrig, als unserer guten Himmelsmutter noch vor dem Einschlafen zu geloben, fortan ohne Widerstreben, wo auch immer ich im klösterlichen Gehorsam eingesetzt würde, diese so fruchtbare Gebetsübung zu verbreiten. Warum hat wohl der Unbekannte sich ausgerechnet an mich und nicht an meinen Mitbruder gewandt? - Etwa deshalb, weil ich eine Lektion bitter nötig hatte und die heilige Jungfrau mich für ihr Anliegen gewinnen wollte? (LT.)


Durch die Drei Ave Maria die reinsten Wunder

"Die Drei Ave Maria haben in meinen Missionen die reinsten Wunder gewirkt und die Geschichte dieser unzähligen Missionen ist weiter nichts als die Geschichte der Wunder der Drei Ave Maria." Das bezeugte der Kapuziner P. Maria-Antonio (1825 - 1908), "der Heilige von Toulouse."




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