Bewahrung/Verteidigung der Unschuld durch die Jungfrau Maria


Bitte an Maria um die Gnade immerwährender Jungfräulichkeit

"Seit etwa fünfundzwanzig Jahren pflege ich die schöne Gebetsübung der Drei Ave Maria. Ein Kapuzinerpater hatte mich darauf aufmerksam gemacht und mir geraten, sie als eine Bitte an Maria um die Gnade immerwährender Jungfräulichkeit aufzufassen. - Und so habe ich trotz aller Heiratsanträge und in Widerspruch zu den Wünschen meiner Familie, die meine Einwilligung zu einer sogenannten guten Partie sehr gern gesehen hätte, im Schutze Mariens, die ich täglich mit den Drei Ave anrufe, alle Freier abgewiesen. Die Jungfräulichkeit bereitet mir große Freude. Ich habe jetzt alles meiner guten Mutter im Himmel geschenkt: Leib und Seele, Herz und Leben mit allem Guten, das zu tun ich imstande bin, und das andere mir zu meinen Lebzeiten oder nach meinem Tode erweisen. Sie ist ja der Weg, der zu Jesus führt. Ich habe ihr eigens versprochen, dass ich mich immer für die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung einsetzen werde."


Stand der Jungfräulichkeit - äußerst ideal für die tätige Nächstenliebe

Der Stand der Jungfräulichkeit ist für die tätige Nächstenliebe wie geschaffen. Das beweist unsere Briefschreiberin. Als sie eine Reihe kleiner Schriften über die Drei Ave Maria erhalten hatte, schrieb sie noch einmal:

"WIE GLÜCKLICH BIN ICH, DASS ICH FÜR DIE DREI AVE MARIA WERBEN DARF! ICH WERDE DIESE BLÄTTCHEN WIE EINE KOSTBARE SAAT IN ALLE WINDE TRAGEN: ZU DEN ARMEN IN IHREM ELEND, ZU BEKÜMMERTEN UND BETRÜBTEN. JEDER GLÜCKSHUNGRIGEN SEELE VERKÜNDE ICH DIESE ANDACHT ALS ZEICHEN DER HOFFNUNG UND DES HEILS. Ich möchte so gerne ein ganzes Leben lang für die Verbreitung der Herz-Jesu-Andacht und der wegbereitenden drei Ave Maria arbeiten, denn Maria ist ja die Morgenröte, die uns die göttliche Sonne ankündigt und schenkt. Ich habe an mir selber erleben dürfen: man beginnt mit Maria und endet bei Jesus."


Eine Lilie wächst selten allein

Eine weitere Briefschreiberin berichtet selbst über ihre wertvolle Entdeckung: Ich habe von einer Gnade erfahren, die durch die Andacht der Drei Ave Maria erbetet wurde. Ich überlasse Ihnen diese Geschichte zur Veröffentlichung im "Propagatore", damit überall Menschen, die mitten im Trubel der Welt dem Herrn in beständiger Jungfräulichkeit dienen wollen. Mut und Zuversicht bekommen.

Ich hatte ein Heftchen des "Propagatore", in dem eine Erzählung von mir erschienen war, an eine Freundin ausgeliehen und hoffte im Stillen, sie würde mich darin nicht wiedererkennen. Zu meiner Überraschung sagte sie aber bei der Rückgabe des Schriftchens verschmitzt:
"Ich habe da etwas gelesen."
Ich tat zunächst, als begriffe ich nicht, und da wir schon vor der Kirche angelangt waren, verstummte das Gespräch ohnehin. Im Laufe des Tages kam sie bei einem erneuten Zusammentreffen auf unser Gespräch am Morgen zurück und sagte:
"Ich habe ein kühnes Urteil gefällt."
Da blieb mir nichts anderes übrig als ihr die Wahrheit einzugestehen. Auf mein Bitten versprach sie mir, niemand davon etwas zu verraten. Wie groß war mein Erstaunen, als nun auch sie offen bekannte, dass sie ihre Berufung der Gebetsübung der Drei Ave Maria verdankte. Im Alter von sechzehn Jahren musste sie auf Geheiß ihres Beichtvaters drei Ave Maria zu Ehren der Reinheit Mariens als Bußgebet verrichten. Obwohl sie den tieferen Sinn dieser Anordnung noch gar nicht verstand, fand sie an den Drei Ave zu Ehren der Reinheit Mariens so großen Gefallen, dass sie sich entschloss, sie ihr ganzes Leben hindurch täglich zu beten. Das brachte ihr so viele Gnaden ein, dass sie mit einundzwanzig Jahren das Gelübde ewiger Jungfräulichkeit ablegte. Und da Maria immer der Weg zu Jesus ist, weihte sie sich nach einiger Zeit als Sühnopfer dem heiligsten Herzen Jesu. Sie ist mit ihrem Los sehr zufrieden, lebt nur für Gott und tut gute Werke. Unter anderem unterrichtet sie die Kleinen im Katechismus. Auch die Verbreitung der Drei Ave Maria dürfte ihr ein Herzensanliegen sein.

"Mir scheint", sagt unsere Berichterstatterin abschließend, "der Teufel hat allen Grund, die Drei Ave Maria zu fürchten, da die heilige Jungfrau ihm mit Hilfe dieser Gebetsübung zahllose Seelen entreißt. Man muß alles tun zu ihrer Förderung und Verbreitung. Der heilige Wundertäter Antonius von Padua möge sich auch der Getreuen annehmen, die täglich die Drei Ave Maria beten, damit das Reich des Herzens Jesu sich auf die gesamte Erde ausdehne und mit ihm Friede und Heil." (LT.)


Das demütige Beten der 3 Ave Maria der heiligen Gemma Galgani

Die heilige Gemma Galgani betete jeden Abend in tief gebückter Haltung drei Ave Maria zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis. Dabei wurde sie einmal von ihrer Tante Elisa Galgani überrascht, die vorwurfsvoll zu ihr sagte:
"Was treibst du denn da, Gemma? Weißt du nicht, dass es für den Magen schädlich ist, wenn du dich so zusammenkrümmst?''
Das Mädchen entgegnete: "Das hat mir die Großmutter beigebracht. Sie sagte, die Madonna würde keine Sünde gegen die heilige Reinheit zulassen, wenn man so demütig drei Ave Maria bete."




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