Gegen das Laster, das zur Verdammung führt


Mut zum Neubeginn - durch Maria, Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe

Ein Mädchen wollte nicht an einer Volksmission teilnehmen. Es unterhielt seit drei Jahren unerlaubte Beziehungen zu einem jungen Mann, der im gleichen Hause wohnte. "Ich kann unmöglich damit Schluss machen", sagte es; "der Junge muß in drei Monaten das Land verlassen, dann werde ich beichten. Jetzt habe ich einfach nicht den Mut dazu."
Da fragte sie der Missionar: "Wollen Sie am Morgen und Abend drei Ave Maria zu ‚Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe' beten, um diesen Mut zu erlangen?" Das Mädchen war einverstanden und vier Tage später kehrte es völlig verändert und bekehrt zum Missionar zurück.


Reumütiger Empfang des Sakramentes der Beichte und völlig verwandelt

Ein anderes junges Mädchen hatte seit fünfzehn Monaten ein noch sündhafteres Verhältnis und wollte es nicht lösen. Früher war sie sehr fromm gewesen, hatte jede Woche gebeichtet und öfters kommuniziert. Aber seit einem halben Jahr blieb sie dem Beichtstuhl fern und wollte auch nicht an der Mission teilnehmen. Die glänzenden Predigten ließen sie kalt. Da empfahl ihr der Beichtvater morgens und abends mit gekreuzten Armen drei Ave Maria zu beten und schon wenige Tage später empfing sie völlig verwandelt unter heißen Reuetränen das Sakrament der Buße.

Der Augenzeuge dieser beiden Bekehrungen, ein Redemptoristenmissionar, schreibt ferner: Ich könnte eine Unmenge solcher Erlebnisse aufzählen.

Nach meinen Erfahrungen sind diese Drei Ave Maria ein Bollwerk gegen die Sünden der Unkeuschheit. Ich empfehle sie geradezu als ein Wundermittel wider die Gefahren der Reinheit, und wer täglich morgens und abends diese Andacht verrichtet, ist meiner Meinung nach für den Himmel bestimmt.


100 Verdammte - wegen Unzucht 99 in der Hölle

Von hundert Verdammten sagt der heilige Alfons, sind neunundneunzig wegen dieses Lasters in der Hölle und auch der hundertste ist nicht frei davon. Das heißt beinahe, dass alle Verdammten wegen der Unzucht in der Hölle weilen. Wenn es uns gelingt, ein reines Leben zu führen, fällt alles Übrige leicht. Mit vollem Recht bezeichnet man die Unkeuschheit als das Laster, das zur Verdammung führt.

Nun kann aber nach den Worten des heiligen Alfons niemand ohne eine besondere Gnade Gottes die Keuschheit bewahren: Nemo continens nisi Deus det. Wenn wir die Drei Ave zu Ehren der Reinheit Mariens beten, vermitteln sie eine besondere Kraft zur Erlangung dieser Gnade.


3 Jahre lang Sklave im Sumpf unreiner Leidenschaften und Gotteslästerungen - nahe am Verzweifeln

Aus einem Brief: Seit drei Jahren war ich ein Sklave unreiner Leidenschaften. Wie sollte ich mich nur davon befreien. Meine damaligen Gegenmittel - auch die besten - blieben ohne Erfolg. So versank ich immer tiefer in den Sumpf schwerer Sünden und Gotteslästerungen und war nahe am Verzweifeln.

Da machte mich ein Franziskanermönch auf die heilsame Andacht der Drei Ave Maria aufmerksam. Ich begann nicht gleich mit der regelmäßigen Übung dieser Gebete, erst seit einem Monat verrichte ich sie jeden Morgen und Abend. Ich weiß nicht, Hochwürden, Herr Pater, was mit mir geschehen ist, aber ich versichere Ihnen: Seit diesem Augenblick hat sich in mir eine wunderbare Wandlung vollzogen. Ich erlag keiner Versuchung mehr und wenn ich einmal die Flinte ins Korn werfen möchte, hält mich eine unsichtbare Macht, die stärker als mein böser Wille ist, vom Sündigen ab. - Maria sei Dank, die mich von einer schlimmen Gewohnheit erlöst hat, die mein zeitliches und ewiges Heil gefährdet hätte! (LT.)


Falsche Erziehung in der Schule: Sklave und in Orgie schlechter Gedanken und Handlungen

Ein junger Mann schreibt: Infolge einer falschen Erziehung, die mir in einer Oberschule zuteil wurde, war ich schon als Halbwüchsiger in sittlicher Hinsicht ein Gewohnheitssünder geworden. So verbrachte ich mehrere Jahre in einer wahren Orgie von schlechten Gedanken und Handlungen, die ich nach außen hin durch mein gediegenes Benehmen allen verheimlichte. Nachdem ich schließlich nach den Worten des Apostels zum "Sklaven" meiner Sittenlosigkeit geworden war, wollte ich mich von ihren Ketten befreien. Aber ich musste lange warten, bis es so weit war. Sogar viel später stand ich noch immer im Banne dieser Jugendsünden. Sie hatten zu einer sehr gefährlichen Schwächung meines Charakters geführt. Dennoch wollte ich um jeden Preis meine Herzensreinheit wiedererlangen.

Eines Abends fügte ich zum ersten Mal beim Beten der Drei Ave Maria wörtlich hinzu: "Meine gute Mutter, bewahre mich in dieser Nacht vor der Todsünde!" Da spürte ich sogleich, wie sich etwas Geheimnisvolles wie eine eiserne Mauer zwischen den Teufel und mich schob. Ich wunderte mich sehr darüber. Seitdem bete ich immer die Drei Ave in dieser Meinung und dank dieser wunderbaren Gebetsübung habe ich mir schon seit Monaten keine einzige schwere Sünde mehr vorzuwerfen. Obwohl ich erst zwanzig Jahre zähle und ein hitziges Temperament habe, führe ich ein sehr sauberes, sittenstrenges Leben. (LT.)


Hilfe durch die Drei Ave Maria - trotz übelster Gesellschaft keine schwere Schuld

Ich wurde vor drei Jahren eingezogen, schrieb ein Soldat, und befand mich in übelster Gesellschaft, ohne einen wirklich gläubigen, anständigen Kameraden und nur all zu oft ohne jeden religiösen Beistand. Nichtsdestoweniger glaube ich nicht, dass ich mir in diesen drei Jahren irgendeine schwere Schuld vorzuwerfen habe. Und das mit Hilfe der Drei Ave Maria, die ich jeden Morgen und Abend unverdrossen betete. Ist das nicht ein Wunder, größer als das der drei Jünglinge im Feuerofen?" (LT.)


Versuchungen immer schwächer - Die wunderbare Gebetsübung der Drei Ave Maria

"Vierzehn Tage nach meiner Erstkommunion erhielt ich von meinem Beichtvater ein Büchlein mit dem Titel: ‚Die wunderbare Gebetsübung der Drei Ave Maria'. Ich las die Schrift immer wieder, da ich seit geraumer Zeit an Versuchungen wider die Reinheit zu leiden hatte. Die Folge davon war, dass ich vertrauensvoll jeden Morgen und Abend drei Ave Maria betete. Nach einigen Wochen wurden die Versuchungen immer schwächer und heute sind sie völlig verschwunden." (LT.)


Marienverehrer - und ein ruhiges Gewissen

"Lassen wir die Theologie, Moral, Mystik und Aszese aus dem Spiel! Sag mir nur ganz ehrlich: Bist du ein Marienverehrer?" Diese Frage stellte Don Bosco an einen Kleriker, der, obwohl dieser seit vier Jahren Ordensmann war, ein Leben führte, das seiner Berufung Hohn sprach.
"Offen gestanden", entgegnete dieser (so berichtet Don Bosco), "daran habe ich niemals im Ernst gedacht."
"Dann bete drei Ave Maria morgens und abends und füge häufig, besonders aber in Gefahren, das Stoßgebet hinzu ‚Maria, Hilfe der Christen, bitte für mich!'."
Das versprach er mir auch, ehe wir auseinandergingen. Nach einigen Jahren trafen wir uns zufällig und er strahlte vor Freude bei diesem Wiedersehen. Dabei verriet er mir, dass er seit unserer letzten Aussprache stets ein ruhiges Gewissen gehabt habe. "Sie verfügen über ein gutes Heilmittel", sagte er. "Empfehlen Sie doch immer die Marienverehrung!"

Besonders den Anfängern im geistlichen Leben sollte man ans Herz legen, sich Maria zu weihen, damit sie nicht gefährdet werden." (Vgl. Terrone, Lo spirito di San Giovanni Bosco, S. 41, Turin, 1934.)




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