Die 3 Ave Maria und der Rosenkranz
- Die 3 Ave Maria zusätzlich zum Rosenkranz?



Zum Rosenkranz am Morgen und Abend besser 3 Ave Maria hinzufügen

Nun könnte man denken, wozu brauchen wir eigentlich noch eine so anspruchslose, kurze Andacht, wo wir doch schon eine ganze Reihe schöner und nützlicher Marienandachten besitzen. Werden die Drei Ave Maria nicht durch den "Engel des Herrn" mit seinen drei Ave und durch die Königin aller Mariengebete, den heiligen Rosenkranz, absorbiert und überflüssig gemacht?

…Unsere Andacht hat ein eigenes Gepräge. Denken wir doch an ihren Ursprung: Maria selbst hat sie uns geoffenbart. Sie wollte dadurch die Macht des Vaters, die Weisheit des Sohnes und die Liebe des Heiligen Geistes ehren, und das um der Gaben willen, die ihr als Mutter Gottes gewährt wurden. Die besondere Frucht, die nach ihrer Verheißung den treuen Anhängern dieser Andacht zuteil wird, ist der Beistand der heiligen Jungfrau am Lebensende und demnach auch die Gewährung der heilsnotwendigen Gnaden…


Wurzel des Übels: bestimmte Gebetsübung zur heiligen Jungfrau vernachlässigt

Der bereits erwähnte Pater Jean Baptiste schreibt: Eines Tages sprach ich vor mehreren Geistlichen über die Drei Ave Maria, da sagte mir ein junger Seminarist ins Gesicht, er begrüße zwar die schöne Andacht wegen der Masse der Gläubigen, deren besondere Stärke nicht das Beten ist, er persönlich habe sie aber nach längerer Übung seit etwa einem Jahr wieder aufgegeben, denn er bete seitdem täglich seinen Rosenkranz. Und dann fügte dieser kleine Theologe hinzu: "Wenn man schon eine Mehrleistung vollbringt, ist eine geringere Anstrengung wohl überflüssig."
Ich entgegnete, das eine behindere nicht das andere; sicher sei es gut, täglich ein Rosenkranzgesetzchen oder gar den ganzen Rosenkranz zu beten, aber noch besser; sei es, am Morgen und Abend drei Ave Maria beizufügen, weil diese Gebetsübung der heiligen Jungfrau nicht nur sehr angenehm ist, sondern darüber hinaus noch besondere Gnaden für ein tugendhaftes Leben und einen guten Tod erwirbt.

Er war nur halb überzeugt. Kurz darauf traf ich ihn, sei es durch Zufall oder Fügung. Da erzählte ich ihm das Erlebnis eines Theologiestudenten, wie es in der Biographie des heiligen Franziskaners, S. Giovanni Giuseppe della Croce, geschildert ist. Dieser Student litt seit einem Jahr an so heftigen Kopfschmerzen, dass er sein Studium nicht mehr fortsetzen konnte. Bei einer Begegnung berichtete er dem Heiligen von seinem Leiden und, dass er zu seinem Bedauern das Studium aufgeben müsse. Da sprach der Gottesmann, einer höheren Eingebung folgend, zu ihm: "Nun, mein Sohn, haben Sie vielleicht eine bestimmte Gebetsübung zur heiligen Jungfrau vernachlässigt?" Tatsächlich entsann sich der junge Mann, dass er seit geraumer Zeit nicht mehr die Drei Ave Maria betete, wie er es früher täglich getan hatte. Da haben wir schon die Wurzel des Übels!", sagte der Heilige. "In Zukunft beten Sie wieder Ihre Drei Ave Maria und Sie können, weiterstudieren!" Und so kam es auch.

Kaum hatte ich den Mund zugetan, da sagte der Seminarist bestürzt: "Auch ich habe seit einem Jahr Kopfschmerzen!" Das war mir neu, und so entgegnete ich: "Das ist wirklich eine Fügung! Beginnen Sie ruhig wieder mit den Drei Ave Maria, dann wird die heilige Jungfrau hoffentlich auch Sie von Ihrem Übel erlösen!" Ich weiß zwar nicht, ob dieser Wiedergutmachungsversuch ebenso vom Himmel belohnt wurde. Jedenfalls beteuerte der brave Seminarist, erstaunt über das Zusammentreffen der Umstände: "Ich werde die Drei Ave Maria nie mehr unterlassen, ja ich werde alles tun, um diese Andacht zu verbreiten!" Und das tat er vom selben Tage an.




Zum ANFANG der DREI AVE MARIA

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