Die größte gute Meinung - Dankbarkeit
Zwiegespräch mit dem Heiland (mit Gebet)


... Jesus: Wenn du also diese Worte betest, erweckst du auf die vollkommenste Art die gute Meinung. Auch nehmen die Menschen, die so beten, an der Gemeinschaft der Heiligen teil: oder vielmehr, sie treten, jedes Mal, wenn sie diese Worte gebrauchen, gleichsam aufs Neue, noch enger, in die Gemeinschaft der Heiligen ein, nicht bloß der Heiligen des Himmels, sondern aller Glieder der dreifachen Kirche. Darum vermag niemand auf eine vorzüglichere Art den neuen Tag mit Gott anzufangen.

So wie beim Vaterunser aber sollst du eben bei allem anderen auch die größtmöglichste gute Meinung haben. Siehe, zu diesem Zwecke ist es notwendig, nicht nur jeden Morgen durch die gute Meinung alles unter den Segen Gottes zu stellen, damit dieses wertvoll wird für die Ewigkeit, sondern du sollst dein ganzes Tagewerk allen Seelen zuwenden und dadurch auch geistig wirken wollen. Und selbst da sollst du noch nicht stehen bleiben, sondern ich will dich noch zu viel Größerem einladen und dich zu einer noch viel aktiveren geistigen Wirksamkeit heranziehen.

Du sollst wahrhaftig fürs Erste in allem diese Meinung machen, und fürs Zweite soll und muss dieses ganze Wirken im Willen bestehen, wobei ganz besonders der Glaube stark und blind sein muss. Denn dieses ganze Wirken geht im und durch den Glauben vor sich, da du weder etwas sehen noch etwas wahrnehmen wirst, sondern im Glauben stets und allezeit meinen Willen in all dem erfüllen sollst, was ich verlange. Aber glaube mir, du machst keinen schlechten Tausch, sondern, wenn du mich in allem recht verstehst, kannst du durch dieses geistige Wirken alles, was bisher Blei war, nicht nur zu Silber, sondern auch das Kleinste zu Gold und so überaus wertvoll machen, dass es nicht mehr als dein Werk zu erkennen sein wird. Und dieses so große Wirken geschieht einzig und allein durch Willensakte. O wie arm sind doch all die Seelen, welche durch ihre Sünden Sklaven Satans geworden sind. Was sie auch selbst tun, tun sie ja im Sündenzustand und es ist somit nutzlos.

Verstehst du nun, dass andere für all diese Seelen bitten müssen, dass diesen Seelen durch die Fürbitte oder gute Werke Hilfe gebracht wird, damit ihnen immer mehr die Gnade der Erkenntnis und des guten Willens, aber auch die Kraft verliehen wird, dass sie sich von ihrem bisherigen Leben aufraffen können, dieses ganz verlassen und sich zu mir bekehren! Nun höre gut zu: Auch dich will ich haben zu diesem Mitarbeiten, zu diesem geistigen, so unsagbar großen Wirken für die Seelen. Bist du einverstanden? Äußerlich nimmst du zwar nichts von dieser geistigen Wirksamkeit wahr, aber sei überzeugt, denn ich selbst als Gott der ewigen Wahrheit bin Bürge, dass all diese geistige Arbeit mit goldenen Lettern eingeschrieben wird im Buche des Lebens. Und siehe, nichts wird weiter verlangt, als dass du alles in dieser von mir gewollten Meinung und Willenstätigkeit tust und erfüllst. Aber nicht nur beim Almosen sollst du diese Meinung haben, sondern du sollst sie haben bei allem was du auch immer tust, arbeitest oder leidest, opferst und entsagst. Siehe, so wird dann dein Wirken ein so großes und unermessliches werden, dass dieses kein Sterblicher erfassen kann. Und wohlgemerkt, sage ich dir noch einmal, dass du nichts und keine Außerordentlichkeiten brauchst, um dieses so unsagbar Große zu wirken; sondern all dieses kann bewirkt werden, wenn du, mein Kind, nur "in allem die Großzügigkeit walten lässt", dass du nichts mehr für dich allein haben, sondern vielmehr alles für alle Seelen der ganzen dreifachen Kirche verwerten willst.

Denn wisse, ich nehme die Aufopferung jedes Mal, und wäre sie auch stets die gleiche, dennoch so an, als hättest du sie mir auf das Allervollkommenste dargebracht. Deshalb sollst du diese so große und alles überragende Meinung auch machen und erneuern, wenn du zur heiligen Messe und zur heiligen Kommunion gehst. Dabei sollst du den Glauben walten lassen, dass du nun auch wirklich im Namen aller und auch für alle Seelen der ganzen dreifachen Kirche zu mir kommst, mit all diesen Seelen.

Ohne richtiges Gebet gibt es keine mir wohlgefällige Arbeit, und ohne dass eine Seele nicht aus Liebe zu mir arbeitet und ihre Pflichten erfüllt, wird eine solche Seele auch nicht richtig beten können. Da nun aber Gebet und Arbeit, das heißt Gebet und Pflichterfüllung, gleich wie Zwillingsschwestern sind, sollst du daraus die Erkenntnis ziehen, dass du, gleichwie für das Gebet ebenso auch für die Arbeit, die große alles in sich schließende gute Meinung und Willenstätigkeit walten lassest. Siehe, es gibt noch viele Seelen, welche nicht richtig beten und arbeiten. Sie tun es gar nicht nach meinem Willen, sondern nur aus Zwang und eisernem "Muss". Und doch sollte es aus Liebe zu mir geschehen. Dadurch aber, das die Seelen zu und bei ihrer Arbeit oft keine gute Meinung haben, sondern ihre Pflichten nur erfüllen, weil sie müssen, verlieren sie nicht nur das so große Verdienst ihrer Arbeit, sondern ziehen sich sogar öfter noch Strafen zu. Siehe, dieses ist der Grund, weshalb man auch, so wie ich dich lehrte, einfach alles, was man auch nur immer betet, opfert, leidet, tut und arbeitet, im Namen aller Seelen und für alle Seelen der ganzen dreifachen Kirche tun soll, mit dem Willen, damit zu wirken und fortwirken zu wollen von Ewigkeit zu Ewigkeit…

Seele: Sage, mein liebster Jesus, ist dieses das Gebet, welches ich von nun an immer üben und befolgen soll?

Jesus: Ja tu dies, denn es enthält Großes und wird dich immer zu noch Größerem führen, denn du wirkst in unermesslicher Weise für alle Seelen, sowohl für jene, welche auf Erden und im Fegfeuer sind, wie auch für alle jene, welche im Himmel sind. O, und wie glaubst du wohl, vergelten dir alle diese Seelen dieses dein geistiges Wirken, dass du ihnen zu Hilfe eilst, wodurch die Seelen der leidenden Kirche um vieles eher erlöst werden und Hilfe und Trost bekommen, die Engel und Heiligen aber im Himmel mehr an Glorie und Herrlichkeit zunehmen? Unterlasse es daher nie, bei allem, was du auch immer tust, stets diese alles in sich schließende gute Meinung zu haben und die so große Willenstätigkeit allseitig herrschen zu lassen. Denn ich sage dir, es grenzt diese Willenstätigkeit an meinen allmächtigen Willen, woran ich dich gewissermaßen Anteil nehmen lasse…


Gebet zur guten Meinung

Himmlischer Vater, ich opfere Dir alles, was immer ich tun, opfern und leiden werde,
vereint mit den Verdiensten Jesus und Mariens auf,
im Namen aller Seelen und für alle Seelen der ganzen dreifachen Kirche,
mit dem Willen dadurch zu wirken und fortwirken zu wollen in Ewigkeit. Amen.

Die streitende Kirche (auf Erden)
Die leidende Kirche (im Fegefeuer)
Die triumphierende Kirche (im Himmel)

Textauszug entnommen aus dem Büchlein "Aszese und Mystik" von Herrn Hochwürden Prof. Dr. Albert Drexel (+ 1977). ISBN 3-87449-152-8, erhältlich über Dombuchhandlung München, Frauenplatz 14a, 80331 München, Tel. 089 / 24239800.   Erhältlich auch als Kurzauszug - sechsseitiges Faltblättchen: Zönakel Marienburg, CH-9225 St. Pelagiberg

(Aufopferung aus dem Heftchen "Die vereinigten Herzen Jesu und Mariens", Lins-Verlag, A-6804 Feldkirch - Kirchliche Druckerlaubnis, Bischöfl. Ordinariat Feldkirch, 17. Sept. 1981)


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Ein Tag bei Jesus
Jesus über sein Kreuzesopfer und die heilige Kommunion mit ihm
Aus einem älteren Büchlein


Die Liebe Gottes zu uns: Das allerheiligste HERZ JESU und Maria Margaretha Alacoque


JESUS SPRICHT:

Ich habe dich lieb, du weißt es, denn ich gab dir unzählige Beweise davon, wofür du mir dankbar bist. Weshalb erwiderst du diese Liebe nicht besser?... Ich möchte dein ein und alles sein und dich immer bei mir haben. Bin ich nicht dein Vater, dein Freund, der Bräutigam deiner Seele?...

Einen Vorwurf will ich dir gerade nicht machen, aber dir sagen, dass ich froh wäre, wenn du einen Tag bei mir zubringen willst, das will ich doch; denn die Einsamkeit des Tabernakels ist manchmal recht drückend. Willst du sie mir nicht etwas erleichtern, mir einen Tag Gesellschaft leisten? So schwer, wie du meinst, ist es nicht, und noch viel weniger langweilig.

Höre, wie man es macht. Frühmorgens, gleich beim Aufwachen, wo du deine Gedanken noch schlaftrunken sammelst, schaue ich schon auf dich hernieder. Könntest du sehen, wie liebevoll mein Blick auf dir ruht! Und weißt du warum?

Ich hoffe so sehr, daß du den Tag in meiner Liebe verbringst, denn von dir geliebt zu werden, ist meine größte Wonne. Du glaubst es schwerlich, und dennoch ist es so.

Drum tue, was ich dir sage: Sobald du erwachst, denke an mich und schenke mir gleich dein Herz. Wirf im Geist einen Blick nach meiner Wohnung, einem Tabernakel, da treffen sich unsere Augen und Herzen. O dies "Herz"! Wüßtest du, mein Kind, was dieses Wort bedeutet!....

Draußen in der Welt hat man keinen Begriff von seinem Wert. Ich aber weiß, welchen Schatz du birgst, denn dein Herz habe ich für mich erschaffen, und ich, sein Schöpfer, will es in Besitz nehmen und mit meinem reichsten Segen erfüllen. Drum schenke es mir, ehe es Zeit hat, sich zu den Geschöpfen hinzuwenden.

Hüte dich, beim Erwachen der Trägheit zu folgen. Eile vielmehr, mit Freudigkeit, Eifer und Bescheidenheit meinen Willen zu erfüllen.

Während des Ankleidens unterhalte dich mit mir und wünsche, so rasch wie möglich zu mir zu kommen. Erst strecke mir nur deine Arme entgegen und sage mir kindlich: Mein Gott, ich liebe dich... heute will ich alles tun aus Liebe zu dir.

Bringe mir also gleich die ersten taufrischen Blüten deines Tages; ich fülle dir dafür die Hände mit köstlichen Früchten meiner Gnade.

Mit der heiligen Messe und Kommunion beginnt dann die große Feier unserer Herzen. Ich besteige da wieder den Kalvarienberg, um für dich das Kreuzesopfer zu vollbringen, denn ich will dich fromm und gut, ja heilig machen.

Ich liebe dich so sehr, dass ich nicht nur einmal, nein, tausendmal für dich in den Tod gehen würde, wenn es nötig wäre... Vom Kreuz herab bete ich für dich! Wie vieles habe ich nicht für deine Seele beim Vater zu erflehen! Und vom Thron meiner Leiden aus vermag ich alles!

Auf den Altar komme ich aber nicht nur, um mich für dich zu opfern, sondern auch, um bei dir bleiben und in dein Herz einkehren zu können.

Die Kommunion! Welch ein schönes Entgelt ist sie für alle meine Leiden! Nicht wahr, mein Kind, in deinem Herzen werde ich in sicherem Schutz sein, dort werden meine Feinde, meine Kreuziger mich nicht finden, um mich zu töten?...

Kommst du dann von der Messe und Kommunion nach Hause, so gehe ruhig an die Arbeit. Suche jedoch im Laufe des Tages noch viele Messen zu hören, viele (geistige) Kommunionen zu empfangen. Das geht so leicht: Denke nur daran, dass auf dem weiten Erdkreis zu jeder Stunde bei Tag und bei Nacht das heilige Meßopfer dargebracht wird...

Dabei erneuere von Zeit zu Zeit die Meinung, der Messe beizuwohnen, die gerade jetzt in diesem Augenblick gefeiert wird. Auf diese Weise stehst du im Geist immer unter meinem Kreuz, und mein Blut träufelt den ganzen Tag auf deine Seele.

Vergiß ebenfalls nicht, tagsüber oft die geistige Kommunion zu erwecken. Rufe mich nur, ich komme so gern, und zwar so oft du wünschst und zu jeder Stunde. Ob ich dir dabei mehr oder weniger Gnaden mitbringe als bei der wirklichen Kommunion, das ist nicht deine Sache.

Jedoch sollst du wissen: Will ich mit meiner Gnade und Liebe die Seelen bereichern, so bediene ich mich nicht allein der Sakramente, sondern habe noch Tausende anderer Mittel zur Verfügung; deinen Augen sind sie verborgen, meiner Weisheit aber sind sie offenbar. Das soll dir genügen.

Lebe in der Gegenwart Gottes. Während du deinen häuslichen Pflichten nachgehst, bleibe mit mir vereint. Stelle dir z.B. vor, du seiest im Haus zu Nazareth und arbeitest in meiner und meiner lieben Mutter Gesellschaft.

Hast du dann mit irgendeiner Schwierigkeit zu kämpfen, so wende dich gleich an uns um Rat und Hilfe; wir werden sie dir nie versagen; das verspreche ich dir.

Aber vielleicht macht es dir noch größere Freude, bei deiner Arbeit mit Herz und Gedanken vor dem Tabernakel zu weilen. Dann denke, du sitzt auf den Stufen meines Altares unter dem Licht der kleinen Lampe. Wirf dann von Zeit zu Zeit einen Blick auf das Türchen meiner Wohnung, hebe die Arbeit, die du gerade in der Hand hast, in die Höhe... zeige sie mir und frage: Mache ich es gut so, mein Heiland?

Etwas zu leiden wird es im Laufe des Tages schon geben; denn für Seelen, die mir besonders lieb sind, spare ich immer den einen oder anderen Dornen.   Nimm dich aber in acht, diese Leiden zu vernachlässigen, sie geringzuschätzen, zu entheiligen, indem du die Geduld verlierst oder glaubst, du könntest allein, ohne meinen Beistand leiden.

Leiden musst du mit mir! Dann nehme ich deine Seufzer und gebe sie dir, in reichen Segen verwandelt, zurück. Ich nehme deine Tränen und du erhältst Schätze der Liebe. Ich nehme dein Kreuz und schenke dir Trost und Freude.

Und dann noch eins! Alles, was dich beunruhigt und quält, besprich es vorzugsweise mit mir unter vier Augen. Vermeide, soviel du kannst, mit anderen über deine Leiden zu reden; vertraue deinen Kummer mir an. Menschlicher Trost bringt gewöhnlich Verwirrung und Unklarheit in meine Tröstungen; und ich möchte so gern, dass meine Stimme sich dir hell und ungetrübt ins Herz drängt.

Ist es dann Abend geworden, so kehre mit deinen Gedanken zu mir zurück, wenn möglich komm persönlich. Wir wollen dann den Tag gemeinsam beschließen. Bei diesem Besuch werfe ich einen prüfenden Blick in dein Herz, um darin die Schönheit der Verdienste zu sehen, sie zu segnen, ihre Fehler und Unvollkommenheiten zu tilgen.

Wüßtest du, wie gern ich dir abends meine Verzeihung und meinen Segen schenke! Glaube nur, für jeden Augenblick, den du mir geweiht hast, bin ich dir dankbar gewesen!

Darum ist es mir ein Bedürfnis, dich am Abend segnen zu können. Unter dem Eindruck dieses Segens begib dich zur Ruhe. Ich werde in der Nacht weiterhin liebevoll für dich sorgen. Jedes Unheil werde ich von deinem Haupt abwenden, und mit jedem Schreckensgespenst, das dir droht, den Kampf aufnehmen. Wie der gute Hirt werde ich über meine Schäfchen wachen.

Siehst du jetzt, was es heißt: einen Tag mit Gott verbringen? Gibt es etwas Einfacheres?... Wie wär's, wenn du dich entschließen würdest, von heute an alle deine Tage so zu verbringen?... Was sagt dein Herz dazu?... Meinerseits sei versichert, dass ich glücklich wäre, dich tagtäglich bei mir zu haben.



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Siehe auch:
Vergelt' es Gott   Alles über das Vergelt' es Gott        
Gnadenströme  Gnadenströme der hl. Messe - hl. Beichte - hl. Kommunion - Leiden        

Aufoperungen - Gebete  Aufopferungsgebete im Namen aller und für alle Seelen ...

Hierzu:
Freude geschieht durch Dankbarkeit!
Freude ist Dankbarkeit / Zufriedenheit!
Dankbarkeit ist Freude - heißt, sich freuen können!

- SEGNEN, DANKEN und AUFOPFERN auch IM NAMEN ALLER UND FÜR ALLE SEELEN -