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Die HEILIGE LUCIA

Namensfest der heiligen Jungfrau und Martyrin Lucia von Syrakus: 13. Dezember
   


Heilige Lucia - Jungfrau und Martyrin


Unter den Heiligen des Meß-Kanons befindet sich die hl. Lucia von Syrakus. Die Existenz der Heiligen ist zweifellos historisch, ihrer Leidensgeschichte hat sich die Legende bemächtigt. Sie erlitt ihr Martyrium in Syrakus auf Sizilien, wahrscheinlich während der diokletianischen Verfolgungen. Eine Inschrift in der dortigen Giovanni-Katakombe erwähnt ihr Fest schon um 400. An der Stelle, wo sie der Überlieferung nach für ihren Glauben starb, wurde ihr zu Ehren eine Kirche errichtet. Das heutige, stark restaurierte Gotteshaus ist ein Bau des 12. Jahrhunderts. Rechts vom Chor steht die Granitsäule, an der die hl. Lucia hingerichtet worden ist. In der Apsis hat Caravaggio 1609 das Begräbnis der Heiligen dramatisch erzählt. In Syrakus wird noch eine Rippe der Heiligen bewahrt, ihre anderen Reliquien wurden dagegen von den Byzantinern nach Konstantinopel gebracht, von wo die Venezianer 1204 einen Teil nach Venedig mitnahmen. Dort werden sie noch heute in der Kirche S. Geremia verehrt. Durch Vermittlung Kaiser Ottos des Großen soll ein anderer Teil der Gebeine der hl. Lucia 970 ins Vinzenzkloster von Metz gebracht worden sein. Dort werden sie noch heute in der Kirche S. Geremia verehrt.

Der Name Lucia - "die Lichte, Leuchtende'"- gab wohl Anlaß zu ihrem Patronat als Schützerin des Augenlichtes, gegen Blindheit des Leibes und der Seele, gegen Augenkrankheiten. Lucia ist die Schutzheilige von Syrakus; ferner der Blinden, Bauern, reuigen Dirnen, Glaser, Kutscher, Näherinnen u. a.

Im Dom von Syrakus, jener eindrucksvollen Basilika, die in einen antiken Tempel eingebaut ist, ist ihr eine Kapelle geweiht. Dort steht eine gekrönte Silberstatue der Heiligen mit Palmzweig und Öllämpchen. Oft sieht man sie aber auch mit einer Schüssel dargestellt, in der zwei Augen liegen.

Ihr Fest wird vor allem in Schweden gefeiert. Hier ist sie die "Lichtträgerin", an die sich allerlei heidnische Bräuche knüpfen. Überhaupt hat die lichte Gestalt der Heiligen im Norden, wo die Dunkelheit des Winters dräuender und bedrohlicher wirkt, eine besonders große Bedeutung angenommen. Hier, wo Licht und Finsternis noch aus dem unmittelbaren Erleben erfahren werden, weist Lucia schon auf das Licht hin, das nach den Rauhnächten, den dunkelsten Tagen des Jahres aus dem Stall von Bethlehem aufstrahlt und der Welt Trost und Frieden schenkt.


Legende

Die heilige Lucia war eine edle Jungfrau in der Stadt Syrakus. Ihre Mutter hatte Blutfluß und kein Arzt konnte ihr helfen. Deshalb wallfahrten Mutter und Tochter nach Catania zum Grab der hl. Agatha. Im Gebet erschien Agatha der Heiligen und sprach: "Meine Schwester, warum verlangst du von mir, was du selbst sogleich deiner Mutter gewähren kannst? Dein Glaube hat sie geheilt!" Gesund kehrten beide nach Syrakus zurück. In ihrer Freude erreichte Lucia von ihrer Mutter, daß sie ihre Mitgift zum Dank gegen Gott an die Armen verschenken durfte. Auch legte sie das Gelübde der Keuschheit ab.

Der enttäuschte Bräutigam (?), ein heidnischer Jüngling, war darüber so erbost, daß er sie beim Statthalter Paschasius als Christin anzeigte. Als Paschasius sie verhörte, gab Lucia ihm die kühnen und geraden Antworten, die die Christen der Verfolgungszeit auszeichnen. Sein Urteil lautete: Lucia solle in ein öffentliches Haus gebracht werden, auf daß sie ihre Keuschheit verliere und der Heilige Geist, der sie, wie Lucia dem Richter gesagt hatte, erleuchte, von ihr weiche.

Da wurde die Heilige eben von jener Kraft und Gnade des Heiligen Geistes so schwer, daß man sie, wie einen unbeweglichen Felsen, nicht von der Stelle bewegen konnte. Nun errichtete man einen Scheiterhaufen, doch auch Feuer und siedendes Öl, mit dem man die Jungfrau übergoß, taten ihr keinen Schaden. Da bekam der Statthalter große Angst und befahl, sie mit dem Dolche zu töten. Mit dem Dolch im Halse hat sie noch so lange gelebt, bis sie die hl. Kommunion empfangen hat. Erst dann starb sie.



Quellbezug: "Das große Buch der Heiligen" von Melchers, Südwest Verlag München
Kirchliche Druckerlaubnis: München 3.2.1978, GV Nr. 845/78/12; Dr. Gerhard Gruber, Generalvikar



Richter Paschasius wollte sie in ein Bordell bringen lassen, doch auch ein Ochsengespann und 1.000 Männer konnten sie nicht fortbewegen. Nach verschiedenen Martern und Wundern wurde sie schließlich mit einem Schwertstich in den Hals getötet.

Quellbezug: Wikipedia



Laut einer Legende wird berichtet, dass sie für den Verlobten sich selber die Augen ausriss.