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Der heilige Bischof Basilius
Metropolit von Kappadozien


Fest-/Gedenktag des heiligen Bischofes Basilius: 2. Januar
(Sterbetag: 1. Januar 379)





Über das Leben des heiligen Basilius und seine Amtszeit als Bischof (370 - 378)


Basilius der Große, Kirchenlehrer, hinreißender Prediger, kraftvoller Bischof und gelehrter Schriftsteller, war der Bruder des hl. Gregor von Nyssa und Freund des hl. Gregor von Nazianz. Er wird oftmals zusammen mit den anderen Kirchenvätern der Ostkirche abgebildet. Er war einer der tapfersten Streiter für die Kirche Christi.

Geboren wurde er um 330 in Cäsarea in Kappadozien aus einer angesehenen, sehr frommen christlichen Familie. Während der schweren Krankheit, die er als Kind hatte, versprachen seine Eltern, ihn der Kirche zu weihen, falls er gesund würde. Er studierte in Cäsarea, Konstantinopel und Athen, wo er den hl. Gregor von Nazianz kennenlernte, mit dem ihn eine innige Freundschaft verband. Nach abgeschlossenem Studium unterrichtete er um 356 als Lehrer der Rhetorik in Cäsarea. Seine Schwester, die hl. Macrina, lebte mit ihrer Mutter in strengster Abgeschiedenheit auf dem Familiengute am Iris. Basilius folgte diesem Beispiel, verschenkte sein Vermögen und zog sich mit seinem Freunde Gregor in die Einöde zurück, in die Gegend des heutigen Niksar. Dort arbeitete er die Mönchsregeln aus, die für das Mönchsleben der Ostkirche (Basilianer) bestimmend wurden. Diese Regeln wurden später vom hl. Benedikt für seinen Orden zum Teil übernommen. Basilius hatte sich gründlich dafür vorbereitet, indem er auf Reisen das Einsiedlerwesen an den Quellen studierte, dabei als Gast in vielen Klöstern Ägyptens, Palästinas und Mesopotamiens geweilt, Wüstenheilige, Äbte und Brüder besucht und Alexandrien, Jerusalem und Antiochia kennengelernt hatte. "Von dem Geschauten gekräftigt, von dem Gelernten gereift", entschloß sich Basilius zum Leben eines Mönches. Schon 360 hatte er Gefährten. Gregor von Nazianz schrieb über diese Zeit: "Das Brot war dort so hart, daß man sich die Zähne daran zerbrach, und der Mangel so groß, daß, hätte die sorgsame Mutter Emilie nicht geholfen, wir Hungers gestorben wären." Es entstand ihr gemeinsames Buch ,Philokalia', das die Schönheit der Gottesliebe preist.

Nach fünf Jahren mönchischen Lebens rief der Kampf gegen die Arianer Basilius in die Welt zurück. Von Bischof Eusebius 364 zum Priester geweiht, unterrichtete er das Volk im rechten Glauben. Er erregte jedoch durch seine Erfolge zeitweilig die Eifersucht des Erzbischofs, so daß er sich wiederum in seine Einöde zurückzog. Bald aber wurde er nach Cäsarea zurückgerufen, weil der Arianismus wieder überhand genommen hatte. Wiewohl nur einfacher Priester, war er des Bischofs rechte Hand und das eigentliche Haupt der Gemeinde. Besonders bewährte er sich owährend einer schrecklichen Hungersnot. Er feuerte die Reichen zur Mildtätigkeit an und opferte sein eigenes Erbteil für die Notleidenden. In dieser Zeit schrieb er viel, es entstanden die zweite seiner Regeln und seine Liturgie. Es war nur natürlich, daß die Gläubigcn ihn nach dem Tode des Eusebius 370 zu dessen Nachfolger im Bischofsamte wählten. Er wurde damit Metropolit von Kappadozien, und es unterstanden ihm fünfzig kleinere Bistümer. Mehrmals war er in Gefahr, durch den Kaiser, der auf seiten des Arianismus stand, abgesetzt zu werden; doch immer mißlangen derartige Absichten. Ja, der Präfekt, der damit betraut worden war, berichtete dem Kaiser, daß dieser mannhafte Bischof nicht zu überwinden sei. Es kam soweit, daß Kaiser Valens ihm beträchtlichen Grundbesitz für die Kirche schenkte, worauf Basilius die sogenannte ,Basilias' gründete, eine geistliche Stadt, die aus Kranken-, Armenhäusern und Herbergen bestand, die um Kirche und Bischofshaus lagen; auch ein abseits liegendes Aussätzigenasyl wie etliche Wirtschaftsgebäude gehörten dazu. Sicherlich befolgte er hier das Vorbild des hl. Pachomius (14. Mai). Kaiser Valens ließ Basilius fortan ganz in Ruhe. "Er aber leitete der Welt gegenüber seine Kirche nach dem Grundsatz, es sei der Beruf des Christen, den Staat zu durchleuchten." Basilius gelangte zu hohem Ansehen, das ihm nicht nur Geltung im Osten gab, sondern auch im Westen, blieb dabei aber zutiefst demütig vor Gott. Der große Mailänder Kirchenfürst, der hl. Ambrosius (7. Dezember) kannte die Schriften des Basilius, schrieb ihm und pflegte freundschaftliche Beziehungen zu ihm.

Acht Jahre konnte Basilius seines Metropolitanamtes walten. Wenige Monate, nachdem im Herbst 378 Kaiser Valens nach seiner Niederlage durch die Goten auf der Flucht umgekommen war, erlag Basilius einer längeren Krankheit am 1. Januar 379, erst 49 Jahre alt. Gregor von Nazianz hielt eine großartige Gedächtnisrede auf ihn. Sein Grab befindet sich in Cäsarea.

Der Heilige hinterließ viele in klassischem Griechisch verfaßte Schriften, außer den Regeln und seiner Liturgie noch Märtyrergeschichten, Predigten, zahlreiche Briefe und eine sehr verbreitete Abhandlung ,An die Jünglinge, wie sie aus der heidnischen klassischen Literatur Nutzen schöpfen können'.

Der hl. Basilius wird dargestellt in bischöflichem Ornat oder in Meßgewändern, als Benediktinermönch oder als Eremit, mit Kirchenmodell oder Taube in der Hand.


Legende über das Leben des heiligen Basilius


Als Kaiser Valens sah, daß die Arianer nichts ausrichten würden, solange Basilius wie ein Turm wider ihre Angriffe stand, schickte er seinen Projekten Modestus an den Bischof ab, um ihn teils mit Drohungen, teils mit Versprechungen dahin zu bringen, daß er mit den Irrgläubigen Gemeinschaft mache. Modestus bestieg den Richterstuhl und ließ den Bischof vor sich kommen: "Bedenkst du, Basilius", so sprach er zornig zu ihm, "daß du dich einem großen Kaiser widersetzest, dem die ganze Welt gehorcht? Fürchtest du nicht seine Macht?" Basilius entgegnete: "Wie weit geht denn seine Macht?" "Er kann dein Vermögen einziehen, dich verbannen, dich zur Folter und zum Tode verurteilen." "Drohe mit etwas anderem, denn dieses alles fürchte ich nicht." "Was sagst du da?" "Ich sage, daß der, welcher nichts hat, vor der Einziehung seines Vermögens sicher ist; ich besitze nur einige Bücher und die Lumpen, welche ich am Leibe trage; ich denke nicht, daß du mir diese nehmen willst." "Aber die Verbannung?" "Du wirst mich nicht leicht dazu verurteilen können, denn die ganze Erde ist für mich ein Verbannungsort, der Himmel allein ist mein Vaterland." "So fürchte die Folter!" "Ich fürchte sie wenig, denn mein Leib ist so mager und schwach, daß er sie nicht lange wird aushalten können; der erste Schlag wird mein Leben enden." "So fürchtest du den Tod nicht?" "Den fürchte ich noch weniger, er ist für mich eine Gnade, weil er mich mit Gott vereinigt, für den ich allein lebe." "Noch nie hat jemand so zu mir gesprochen!" "Ohne Zweifel, weil du noch nie einem Bischof gegenüber gestanden." "Ich will dir bis morgen Zeit geben zu überlegen, wozu du entschlossen bist." "Dieser Aufschub ist unnütz, ich werde morgen der nämliche sein wie heute."

Der Statthalter, erstaunt über die Unerschrockenheit des Bischofs, ging zum Kaiser und berichtete ihm den Hergang der Sache. Dieser, aufgebracht, ließ den Heiligen vor sich kommen, und da auch er nichts ausrichtete, sprach er das Urteil der Verbannung über ihn aus. Schon sollte Basilius bei Nacht fortgebracht werden, als plötzlich des Kaisers Sohn schwer erkrankte. Der Kaiser wurde unsicher und sah dieses Unglück in Verbindung mit dem, was er angeordnet. Auf Bitten seiner Gemahlin widerrief er seinen Befehl. Kaum war das geschehen, besserte sich das Befinden des Prinzen. Bald aber reute es den Kaiser, und er verurteilte den Bischof zum zweiten Mal zur Verbannung. Als er aber den Befehl hierzu unterschreiben wollte, zerbrach ihm die Feder; er forderte eine zweite, aber auch diese zerbrach, ebenso eine dritte. Nun begehrte er zornig eine vierte Feder, aber siehe, da fing seine Hand zu zittern an und erstarrte. Von Schrecken ergriffen, zerriß er das Papier und ließ fortan den heiligen Bischof in Frieden.


Quellbezug: "Das große Buch der Heiligen" von Melchers, Südwest Verlag München
Kirchliche Druckerlaubnis: München 3.2.1978, GV Nr. 845/78/12; Dr. Gerhard Gruber, Generalvikar