Heilige Sr. Faustine Kowalska

Mystikerin und Botschafterin der Barmherzigkeit Gottes aus der Kongregation der Muttergottes der Barmherzigkeit


Heilige Schwester Faustine/Faustyna



Qualen der HÖLLE
mit dem EWIGEN VERLUST der Anschauung Gottes


Ende Oktober 1936 mußte Schwester Faustyna in die Hölle zum Ort des Grauens hinabsteigen, um davon zu berichten. Sie schrieb in ihrem Tagesbuch:

"Heute wurde ich durch einen Engel in die Abgründe der Hölle geführt. Das ist ein Ort großer Qual; seine Ausdehnung ist entsetzlich groß. Die Arten der Qualen die ich sah, sind folgende:

Die erste Qual, die die Hölle ausmacht, ist der Verlust Gottes.
Die zweite Qual - ist der ständige Gewissensvorwurf.
Die dritte Qual - ist, daß sich dieses Los niemals mehr verändert.
Die vierte Qual - ist das Feuer, das die Seele durchdringt, ohne sie zu zerstören, das ist eine schreckliche Qual; es ist ein rein geistiges Feuer von Gottes Zorn entzündet.
Die fünfte Qual - ist die ständige Finsternis und ein furchtbarer Gestank. Obgleich es dunkel ist, sehen sich die Teufel und die verdammten Seelen gegenseitig; sie sehen alles Böse anderer und auch ihr eigenes.
Die sechste Qual - ist die unablässige Gesellschaft des Satans.
Die siebte Qual - ist die furchtbare Verzweiflung, der Haß gegen Gott, die Lästerungen, Verfluchungen und Schmähungen. Das sind Qualen, die alle Verdammten gemeinsam erleiden, doch das ist noch nicht das Letzte. - Es gibt noch besondere Qualen für die Seelen, nämlich Qualen für die Seelen der Sinne. Womit die einzelne Seele gesündigt hat, damit wird sie auf furchtbare, nicht zu beschreibende Weise gepeinigt. Es gibt schreckliche Höhlen und Abgründe der Peinigung, wo sich eine Qual von der anderen unterscheidet.
Angesichts dieser entsetzlichen Pein wäre ich gestorben, hätte mich nicht die Allmacht Gottes erhalten. Der Sünder soll wissen, daß er mit dem Sinnesorgan, mit dem er sündigt, die ganze Ewigkeit lang gepeinigt werden wird. Ich schreibe darüber auf Gottes Befehl, damit keine Seele sich ausreden kann, daß es die Hölle nicht gibt, oder auch, daß dort niemand war und man nicht weiß, wie es dort ist. Ich, Schwester Faustyna, war auf Gottes Geheiß in den Abgründen der Hölle, um den Seelen zu berichten und zu bezeugen, daß die Hölle existiert. Jetzt kann ich darüber nicht reden, denn ich habe Gottes Befehl, das schriftlich hinterlassen.
Die Teufel hatten einen großen Haß auf mich, aber durch Gottes Befehl mußten sie mir gehorchen. Was ich niedergeschrieben habe, ist ein schwacher Schatten der Dinge die ich sah. Eines konnte ich bemerken, dort sind meistens Seelen, die nicht an der Existenz der Hölle geglaubt haben.
Als ich zu mir kam, konnte ich mich von dem Schrecken kaum erholen, wie sehr die Seelen dort leiden. Daher bete ich jetzt noch inniger um die Bekehrung der Sünder. - Ohne Unterlaß flehe ich um Gottes Barmherzigkeit für sie.
O mein Jesus, ich will lieber bis zum Ende der Welt Qualen erleiden, als Dich mit der kleinsten Sünde zu beleidigen. (Tagebuch Nr. 741)

Dieses persönliche Zeugnis der jetzt Heiligen widerspricht in keiner Weise den Lehren der Kirche: "Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. In der Todsünde sterben, ohne diese bereut zu haben und ohne die barmherzige Liebe Gottes anzunehmen, bedeutet, durch eigenen freien Entschluß für immer von ihm getrennt zu bleiben."
(Katechismus der Katholischen Kirche, Oldenburg Verlag, München 1993)



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Blick in den HIMMEL
der heiligen Schwester Faustine Kowalska

Am 27. November 1936, durfte Schwester Faustyna in einer unermeßlich beglückenden Vision in die himmlische Herrlichkeit schauen:

Heute war ich im Geiste im Himmel und schaute die unbegreiflichen Schönheiten und das Glück, das uns nach dem Tod erwartet. Ich sah, wie alle Geschöpfe unentwegt Gott Ehre und Ruhm erweisen. Ich sah, wie groß das Glück in Gott ist, das sich auf alle Geschöpfe ergießt, sie beglückt und wie aller Ruhm und alle Ehre aus der Beglückung zur Quelle zurückkehren. Sie dringen ein in die Tiefen Gottes, das innere Leben Gottes betrachtend des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes , das sie niemals begreifen oder ergründen werden. Diese Quelle des Glücks ist in ihrem Wesen unveränderlich, jedoch immer neu, sprudelnd mit Beglückung für alle Geschöpfe.

Jetzt kann ich den heiligen Paulus verstehen, der gesagt hat: "Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es gehört, in keines Menschenherz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben..."

Und Gott gab mir eines zu erkennen, was in seinen Augen unendlichen Wert hat - es ist die Liebe zu Gott, Liebe, Liebe und nochmals Liebe... Die große Herrlichkeit Gottes, die ich erkannte, wird von den himmlischen Geistern gepriesen, je nach der Stufe der Gnade und der Rangordnung, in die sie eingeteilt sind... O mein Gott, wie leid tun mir die Menschen, die nicht an das ewige Leben glauben; ich bete so sehr für sie, damit auch sie von einem Strahl der Barmherzigkeit ergriffen werden und Gott sie an sein väterliches Herz drücken möge (Tagebuch, Nr. 777-780).


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Das Fegfeuer

Am Anfang ihres Ordenslebens, während einer kurzen Krankheit, fragte Schwester Faustyna Jesus, für wen sie noch beten solle. - Jesus erwiderte mir, er würde mir in der nächsten Nacht es zu erkennen geben, für wen ich beten solle.

Ich erblickte den Schutzengel, der mir befahl, ihm zu folgen. Plötzlich befand ich mich an einem nebligen, mit Feuer erfüllten Ort, und an ihm viele leidende Seelen. Diese Seelen beten sehr innig, doch ohne Wirkung für sie selber; nur wir können ihnen zu Hilfe kommen. Die Flammen, die um sie brannten, berührten mich nicht. Mein Schutzengel verließ mich keinen Augenblick. Ich fragte die Seelen, welches ihr größtes Leid sei. Übereinstimmend antworteten sie mir, ihr größtes Leiden sei die Sehnsucht nach Gott. Ich sah die Gottesmutter, wie sie die Seelen im Fegfeuer besuchte... Sie bringt ihnen Linderung. Ich wollte noch mehr mit ihnen reden, doch mein Schutzengel gab mir ein Zeichen zu gehen... Eine innere Stimme sagte mir: Meine Barmherzigkeit will das nicht, aber die Gerechtigkeit verlangt es. Seit dieser Zeit pflege ich einen engeren Umgang mit den leidenden Seelen (Tagebuch, Nr. 20).


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Offenbarungen Jesu
an die heilige Schwester Faustine Kowalska

Tagebuchaufzeichnungen, die Sr. Faustine (* 1905 - + 1938), heiliggesprochen von Papst Johannes Paul II.) im Auftrag ihres Beichtvaters Prof. Michael Sopocko, niederschrieb.

Jesus: Künde der Welt meine große, unergründliche Barmherzigkeit. Bereite die Welt vor auf meine zweite Ankunft. Bevor ich als Richter komme, öffne ich noch ganz weit die Tore meiner Barmherzigkeit. Die Flammen meiner Barmherzigkeit verzehren mich: ich fühle mich gedrängt, sie über die Seelen auszugießen.
Aus allen meinen Wunden, besonders aber aus meinem Herzen, fließen Ströme der Liebe.

Zum Strafen habe ich die ganze Ewigkeit, jetzt verlängere ich noch die Zeit meiner Barmherzigkeit. Ich strafe nur, wenn man mich zwingt. Ich will, daß die Sünder zu mir kommen ohne jede Furcht. Die größten Sünder haben ein ganz besonderes Anrecht auf meine Barmherzigkeit. Ich freue mich, wenn sie ihre Zuflucht nehmen zu meiner Barmherzigkeit. Ich überhäufe sie mit Liebe, weit über ihre Erwartungen...

Ihretwegen bin ich auf diese Erde gekommen; ihretwegen habe ich mein Blut vergossen. Ich kann den nicht strafen, der sich meiner Barmherzigkeit anvertraut. Keine Sünde, und wäre sie ein Abgrund von Bosheit, wird meine Barmherzigkeit ausschöpfen können; denn je mehr man schöpft, umso reichlicher fließt sie.

Wären seine Frevel schwarz wie die Nacht, so wird doch der Sünder, der zu meiner Barmherzigkeit flüchtet, mich verherrlichen und mein Leiden ehren. In der Stunde seines Todes werde ich selbst ihn verteidigen wie meine Ehre.

Ich bin heilig, und die geringste Sünde ist mir ein Abscheu, aber wenn die Sünder Reue haben, ist mein Erbarmen ohne Grenzen. Ich verfolge sie mit meiner Barmherzigkeit auf allen ihren Wegen. Wenn sie zu mir heimfinden, vergesse ich jede Bitterkeit und freue mich über ihre Heimkehr. Sage ihnen, daß ich nie aufhöre, auf sie zu warten: Ich höre ihre Herzen ab, um den geringsten Herzschlag aufzufangen, der mir gilt. Ich verfolge sie mit Gewissensvorwürfen und Prüfungen, mit Sturm und Blitz und mit dem Lockruf der Kirche: wenn sie aber alle meine Gnaden abweisen, überlasse ich sie sich selbst und gebe ihnen noch, was sie sich wünschen.

Wer nicht durch die Pforten meiner Barmherzigkeit eingehen will, muß vor meiner Gerechtigkeit erscheinen! Ich freue mich, wenn man viel von mir verlangt; denn es drängt mich, viel zu geben, immer mehr und mehr. Engherzige, die wenig verlangen, machen mich traurig.
Künde meine Tochter, daß ich ganz Liebe und Erbarmen bin: jeder, der sich mir mit Vertrauen naht, empfängt meine Gnade in solchem Überfluß, daß er sie nicht zu fassen vermag, und er wird sie auch auf andere Menschen ausstrahlen.

Wenn eine Seele meine Güte lobt, zittert Satan und flieht bis in die tiefste Hölle.

"Sage den Priestern, die sich bemühen, Apostel meiner Barmherzigkeit zu werden, daß ich ihren Worten eine unwiderstehliche Kraft und Überzeugung verleihe und die Herzen jener rühre, die sie ansprechen werden."
Nichts verletzt mich so, sehr als der Mangel an Vertrauen einer gottgeweihten Seele: ihre Untreue durchbohrt mein Herz. Die Sünden des Zweifels an meiner Güte treffen mich am grausamsten! Glaubt doch wenigstens meinen Wunden!

Jene Seelen, in der Welt und im Kloster, die mich rückhaltlos lieben, erfreuen mein Herz und der Blick meines Vaters ruht mit Wohlgefallen auf ihnen. Sie sind es, die der Gerechtigkeit einen Damm entgegensetzen und die Schleusen der Barmherzigkeit öffnen. Die Liebe dieser Seelen trägt noch die Welt.

Jesus zu Sr. Faustine: Ich möchte, daß du meine Liebe, in der mein Herz zu den Seelen entflammt ist, tiefer kennenlernst. Du wirst das verstehen, wenn du mein Leiden betrachtest. Rufe meine Barmherzigkeit für die Sünder an. Mich verlangt es nach ihrer Erlösung.

Wenn du für einen Sünder folgendes Gebet mit zerknirschtem Herzen und im Glauben verrichtest, schenke ich ihm die Gnade der Umkehr: O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, ich vertraue auf euch!

Meine Tochter, sprich zur ganzen Welt über meine unergründliche Barmherzigkeit. Ich wünsche, daß das Fest der göttlichen Barmherzigkeit die Zuflucht aller Seelen, vor allem aber aller Sünder wird. An diesem Tage wird die ganze Fülle meiner Barmherzigkeit sich ergießen. Ich werde ein ganzes Meer von Gnaden auf die Seelen ausgießen, die sich dieser Quelle nähern werden. Niemand soll Angst haben, zu mir zu kommen, wenn auch seine Sünden die verwerflichsten wären...

Ich wünsche, daß es am ersten Sonntag nach Ostern feierlich begangen wird... Alle, die sich durch die Novene darauf vorbereiten und an diesem Tag die Sünden des ganzen Lebens bereuen, beichten und kommunizieren, erlangen nicht nur die Verzeihung ihrer Sünden, sondern auch den Nachlaß der Strafen, die sie dafür verdient haben. Selbst der härteste Sünder, der sie einmal betet, erhält viele Gnaden aus meiner unendlichen Barmherzigkeit.

Ich will, daß die Priester diese meine große Barmherzigkeit den sündigen Seelen verkünden. Ich allein bin die Liebe und Barmherzigkeit. Ich kann auch den größten Sünder nicht bestrafen, wenn er mein Mitleid anruft, sondern ich verzeihe ihm in unendlicher und unerforschlicher Barmherzigkeit...

Trotz meines bitteren Leidens gehen Seelen verloren. ICH GEBE IHNEN DEN LETZTEN RETTUNGSANKER. ES IST DAS FEST MEINER BARMHERZIGKEIT. Falls sie meine Barmherzigkeit nicht lobpreisen, gehen sie in Ewigkeit verloren.

Ich wünsche auch, daß die ganze Welt meine Barmherzigkeit kenne. Ich verlange danach, unermeßliche Gnaden jenen Menschen zu schenken, welche auf meine Barmherzigkeit vertrauen.

Jesus lehrte Sr. Faustine einen besonderen Rosenkranz und versprach: "Jeder, der ihn betet, wird meine Barmherzigkeit im Leben und besonders in der Todesstunde erfahren. Sollte es der verstockteste Sünder sein, ... falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil. Wird er bei einem Sterbenden gebetet, besänftigt sich der Zorn Gottes, und eine unermeßliche Barmherzigkeit umfängt mit Rücksicht auf das schmerzliche Leiden des göttlichen Sohnes diese Seele.

(Die kirchliche Genehmigung für die Andacht zur göttlichen Barmherzigkeit, nach den Offenbarungen JESU an Sr. Faustine, wurde von der Kongregation für die Glaubenlehre in Rom am 15. April 1978 erteilt.
Das Barmherzigkeitsfest ist 1985 vom Episkopat Polens in mehreren Diözesen eingeführt worden. Genau nach 10 Jahren, am 15. Februar 1995, wurde dieses Fest vom Vatikan aus für ganz Polen kirchlich eingesetzt. Sr. Faustine wurde am 18. April 1993 von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Im Gnadenjahr 2000, am 30. April, mit Ihrer Heiligsprechung, wurde zugleich auch das "Fest zur göttlichen Barmherzigkeit" offiziell für die ganze Kirche eingeführt und seine Feier auf den ersten Sonntag nach Ostern (Weißer Sonntag) festgelegt.)



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Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit


Zu Beginn die ersten drei Perlen:
Vater unser ...    Gegrüßet seist Du, Maria ...    Ich glaube an Gott ...

An den 5 Einzelperlen:
"Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt."

Nach jeder Einzelperle 10 x :
"Durch sein schmerzhaftes Leiden hab' Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."

Am Ende 3 x :
"Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab' Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt."

Imprimatur 16.2.1980, Metropolitana Cracoviae Francizek Kard. Marcharski


Novene zur göttlichen Barmherzigkeit und
Vorbereitung auf den Barmherzigkeitssonntag:

Kleindruck  Novene-Barmherzigkeitsrosenkranz-2.pdf
Großdruck  Novene-Barmherzigkeitsrosenkranz.pdf



Gebet um Gleichförmigkeit mit Willen Gottes:
Heiligstes Herz Jesu, Quelle alles Guten, ich bete Dich an, ich glaube an Dich, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich und bereue alle meine Sünden. Dir schenke ich dieses mein armes Herz, mache es demütig, geduldig, rein und allen Deinen Wünschen entsprechend. Gib, o guter Jesus, daß ich in Dir und Du in mir lebst. Beschütze mich in Gefahren, tröste mich in Trübsal und Bedrängnissen. Gewähre mir die Gesundheit des Leibes, Deinen Segen für alle meine Werke und die Gnade eines heiligen Todes. Amen.

Täglicher HERZENSTAUSCH MIT JESUS
Setze, o guter Jesus, an die Stelle meines sündigen Herzens Dein göttliches verwundetes Herz, damit der Heilige Geist in mir wirken und Du, barmherziger Jesus, in mir wachsen kannst. Erfülle meine Bitte, Du guter, Du getreuer und liebender Jesus, damit Du bald als Friedenskönig über diese Welt herrschen kannst. Amen.



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Barmherziger Jesus - Gnadenbild

Um die Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit zu verbreiten, verlangte Jesus von Schwester Faustine 1931 in Krakau: "Male ein Bild von mir, so wie du mich siehst, und schreibe darunter: 'JESUS, ICH VERTRAUE AUF DICH!' und verbreite es zur Verehrung in der ganzen Welt!






Jenen, die dieses Gnadenbild verehren, womit sie an der Quelle der Barmherzigkeit Gnaden schöpfen können, verspreche ich, daß sie nicht verloren gehen. Ich verspreche ihnen den Sieg über den Feind im Leben und besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde sie verteidigen, wie meine Ehre. Diese Strahlen schützen die Seele vor dem Zorn meines Vaters. Glücklich ist, wer in ihrem Schatten lebt. Die Gerechtigkeit wird ihn nicht erreichen.

Jene Personen, welche die Andacht zu meiner Barmherzigkeit verbreiten, beschütze ich während ihres ganzen Lebens wie eine liebende Mutter ihre Kinder; und in der Todesstunde werde ich nicht ihr Richter, sondern barmherziger Erlöser sein...
Die Sünden, die mich am meisten verwunden, sind jene des Mißtrauens. DAS MIßTRAUEN DER SEELE ZERFLEISCHT MEIN INNERES. Aus allen meinen Wunden, besonders aber aus meinem Herzen, fließen Ströme der Liebe."


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Biographie
der heiligen Schwester Faustine

Sr. Maria Faustine, mit bürgerlichem Namen Helen Kowalska, wurde am 25. August 1905 in Glogowiec bei Lódz als drittes von zehn Kindern einer armen Bauernfamilie geboren. Früh schon regte sich in Helen der Wunsch, ins Kloster zu gehen. Der Vater aber war dagegen, weil er sich nicht in der Lage sah, die geforderte Aussteuer für den Klostereintritt aufzubringen. So versuchte Helen ihre Berufung zu verdrängen, indem sie sich den weltlichen Dingen hingab.

Ein tiefgreifendes Erlebnis auf einem Ball, weckte in ihr wieder die erste Sehnsucht: Beim Tanz sah sie plötzlich den gemarterten, ganz mit Wunden bedeckten Jesus neben sich, der zu ihr sprach: Wie lange soll ich dich ertragen, und wie lange wirst du mich hinhalten?

Diese Begegnung mit dem Heiland ist der Wendepunkt in ihrer Berufungsgeschichte: Zutiefst in der Seele getroffen ging sie sogleich in eine Kirche und warf sich vor dem Tabernakel zu Boden. In dieser Haltung flehte sie zu Gott, er möge ihr kundtun, was sie nun tun solle. Da vernahm sie in ihrem Herzen die Worte: Fahre sofort nach Warschau, dort wirst du in ein Kloster eintreten! Das bisherige Leben hinter sich lassend, fuhr sie, ohne zu zögern, nach Warschau und bemühte sich dort, in ein Kloster einzutreten. Überall wurde sie abgewiesen, bis sie schließlich bei der Kongregation der Schwestern der Heiligsten Mutter Gottes von der Barmherzigkeit Aufnahme fand. Dort trat sie am 1. August 1925 ein (Tagebuch Nr. 9 und 10). 1928 legte sie die zeitlichen Gelübde ab und 1933 die ewigen Gelübde. Sie starb 33jährig am 5. Oktober 1938 im Kloster Lagiewniki bei Krakau im Rufe der Heiligkeit.

Schwester Maria Faustyna verrichtete im Kloster die einfachsten Arbeiten, hatte die Gabe der Seelenschau und die seltene Gabe der Bilokation. Sie verbarg diese Gaben, die ihr der Herr schenkte, in Demut.

In ihren Visionen sah sie Jesus Christus in strahlend weißem Gewand. "Ich sah Jesus, weiß gekleidet; eine Hand hielt Er zum Segen erhoben, mit der anderen streifte er die Brustfalte seines Gewandes. Aus dem halbgeöffneten Gewande drangen zwei Strahlenbündel hervor, das eine war rot, das andere weiß ... (Aus dem Tagebuch)."

Lange Ekstasen ließen sie dann alles um sich herum vergessen. Aber nicht nur Verklärung spiegelte ihr Antlitz wieder. Oft zeigte es einen unerklärlichen Leidensausdruck. Ein schmerzliches Zucken ging dann durch den ganzen Körper. In schauereregenden Visionen schaute sie die furchtbaren Folgen der Sünde. Es waren die Greuel- und Angstbilder aller Sünden mit ihrer Last und Strafe, die sie quälten. Der Herr Jesu zeigte ihr die Lauheit, Verkehrtheit und Bosheit unzähliger Seelen und die schrecklichen Auswirkungen davon.
Dabei hatte sie, zugelassen von Gott, den gleichen Schmerz zu ertragen, den die schuldige Seele empfindet, wenn sie vor dem Richterstuhl Gottes erscheint und von seiner unendlichen Heiligkeit erdrückt, zermalmt und in gerechtem Zorn in den Abgrund gestürzt wird. Und weil Sr. Faustine, von Christus als Werkzeug erwählt, sich für die Sünder opferte, ließ es Gott zu, daß der Teufel sie versuchen, bedrängen und quälen durfte.

Erschütternd sind ihre Tagebuchaufzeichnungen, die sie im Auftrag ihres Beichtvaters, Prof. Dr. Michael Sopocko, niederschrieb. "Während eines Augenblickes hat mir der Herr die heute begangenen Sünden der Welt gezeigt. Ich bin vor Schrecken in Ohnmacht gefallen.
Obwohl ich den Abgrund der unermeßlichen Barmherzigkeit kenne, war ich doch verwundert, daß Gott der Welt gestattet, so weiterzuleben. Darauf gab er mir zu verstehen, daß die Erwählten das Gegengewicht bilden. Wenn ihre Zahl erfüllt ist, kommt das Ende der Welt..."
Sr. Faustine starb, 33jährig, an den Folgen einer Lungen- und Darmtuberkulose. Trotz größter Schmerzen war sie immer gütig und wirkte sehr gelöst. Sie strahlte große Ruhe aus und tiefen inneren Frieden.

Ihre Leidensliebe und Opfermystik machten sie nicht hart und weltfremd, sondern schenkten ihr ein tiefes Mitgefühl mit allen Leidenden. Allen wollte sie helfen, allen das Tor zu wahren Freude öffnen. Vier Jahre vor ihrem Tod, am Gründonnerstag 1334, weihte sie sich Jesus als Opfer- und Sühneseele. Mit Erlaubnis ihres Beichtvaters schrieb sie folgendes Weiheversprechen: "Im Angesicht des Himmels und der Erde, im Angesicht aller Engelchöre und der himmlischen Mächte, im Angesicht der jungfräulichen Gottesmutter erkläre ich heute Gott, dem Einen in der heiligsten Dreifaltigkeit, daß ich mich in Vereinigung mit Jesus Christus, dem Erlöser der Seelen, aus freiem Willen der Bekehrung der Sünder, vor allem jener, die alle Hoffnung auf die göttliche Barmherzigkeit aufgegeben haben, weihe.

Diese Weihe besteht darin, daß ich in völliger Hingabe an den Willen Gottes alle Qualen, Ängste und Leiden, welche die Sünder durchmachen, auf mich nehme und daß ich ihnen alle Tröstungen, die aus meiner Vereinigung mit Gott erwachsen, zuwende. In einem Wort: ich opfere für sie auf alle meine Messen, alle Kommunionen, alle meine Bußübungen und alle meine Erniedrigungen wie auch alle meine Gebete. Ich fürchte die Schläge der göttlichen Gerechtigkeit nicht; denn ich bin mit Jesus vereint. O mein Gott, ich will sühnen für die Seelen, denen es an Vertrauen in Deine Güte fehlt. Ich hoffe gegen alle Hoffnung auf Deine unendliche Barmherzigkeit, mein Herr und mein Gott! Wenn ich mich so ausliefere, zähle ich nicht auf meine eigenen Kräfte, sondern auf die Kraft der Verdienste Jesu Christi. Jeden Tag meines Lebens will ich diesen Weiheakt im Gebet wiederholen, das mich Jesu selbst gelehrt hat: "O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit geflossen, ich vertraue auf euch!"

(Literaturnachweis: Tagebuch der hl. Schwester Maria Faustyna Kowalska, übersetzt von Lucia Zajaczek. Der deutschen Übersetzung des Tagebuches wurde die kirchliche Druckerlaubnis von der Erzdiözese Krakau erteilt unter der Nummer L.2059/86,87 v. 27.02.1987. -
Das Tagebuch der hl. Schwester Maria Faustyna Kowalska ist in den Buchhandlungen erhältlich unter der ISBN 3-907523-17-2)



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Papst Johannes Paul II
Heiligsprechung am Barmherzigkeitssonntag (Weißer Sonntag),  27. April 2014

Förderer des Festes zur göttlichen Barmherzigkeit

Kardinal Karol Wojtyla (Papst Johannes Paul II.) musste sich von Amts wegen mit den Botschaften von Sr. Faustina auseinandersetzen. Seine Erklärung war, dass wenn Jesus sagt "Bevor ich als gerechter Richter komme, komme ich als König der Barmherzigkeit.", heißt es nicht, es gehe um ein sichtbares Erscheinen, sondern es wird noch eine ganz neue Zeit der Gnade kommen.
Diese neue Zeit der Gnade kommt in dem Maße, wie wir unser Herz für Jesus öffnen und uns von Jesus umgestalten lassen und in die Welt hineinwirken und sein Reich, die Zivilisation der Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit aufbauen.
Diese Erklärung von Karol Wojtyla ist dann 1978 von Rom angenommen worden. Das Gnadenbild des "Barmherzigen Jesus" wurde auch offiziell in den Kirchen und Kapellen wieder zur Verehrung gebracht.
1978 wird Kardinal Wojtyla zum Papst Johannes Paul II gewählt. Das erste was er gesagt hat, war: "Mein Pontifikat soll ein Lobpreis werden auf die Barmherzigkeit Gottes".
1993 hat er Sr. Faustina selig und im Jahr 2000 heilig gesprochen. Im Jahr 2000 hat er am Weißen Sonntag (Sonntag nach Ostersonntag) in der ganzen Kirche das Barmherzigkeitsfest eingeführt.
Am 2. April 2005 am Vorabend des Barmherzigkeitssonntages wurde er um 21.37 Uhr in die Ewigkeit abberufen. Papst Johannes Paul wurde ebenfalls am Barmherzigkeitssonntag, 1. Mai. 2011, selig gesprochen.


Auszug der Predigt über Papst Johannes Paul, den Förderer des Barmherzigkeitssonntages
von Pfarrer Rimmel


a1-BarmherzigkeitsSonntag JohPaul
a2-BarmherzigkeitsSonntag JohPaul
a3-BarmherzigkeitsSonntag JohPaul


zur Vorbereitung auf den Barmherzigkeitssonntag
und zum Barmherzigkeitsrosenkranz



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Heilige Theresia von Avila
Kirchenlehrerin - Doctor Ecclesiae


Heilige Theresia von Avila - Kirchenlehrerin/Doctor Ecclesiae


Die Hölle existiert! - Höllenvision

Die große Theresia von Avila ist Kirchenlehrerin, d.h., die hl. Katholische Kirche garantiert, daß sich in ihren Schriften in Sachen Glaubenswahrheiten kein Irrtum befindet. Wir lesen aus ihren weltberühmten Schriften diesen Abschnitt:

"Eines Tages während der Betrachtung, wurde ich plötzlich mit Leib und Seele in die Hölle versetzt. Gott wollte mir zeigen, wohin die Teufel mich gebracht hätten, und was ich durch meine Sünden verdient hätte, wenn ich mich nicht gründlich bekehrt hätte! Der Eingang der Hölle gleicht der Öffnung eines großen Ofens, eine niedrige dunkle Öffnung also. Der Boden besteht aus metertiefem Schlamm, in dem sich eine Unmenge schlangenartige giftiger Tiere bewegen, die einen unausstehlichen Gestank verbreiten! Ich empfand in meiner Seele ein Feuer, dessen Natur unmöglich zu beschreiben ist. Auch mein Körper litt furchtbare Schmerzen, aber die Qualen der Seele waren entsetzlich. Angstgefühl, ein fortwährendes Sterben unter furchtbaren Schmerzen, die durch nichts gelindert werden können. Nicht der geringste Hoffnungsstrahl kann hier eindringen. Es ist schwarze Nacht und trotzdem sieht man in dieser totalen Finsternis alle Teufel, alle Verdammten und auch Schreckbilder, die an Abscheulichkeit alles übertreffen, was man sich vorstellen kann. Das alles bestätige ich, sagt die heilige Theresia von Avila, und mein Blut bleibt mir in den Adern stehen, wenn ich nur daran denke, was ich gesehen und erlebt habe in dieser Hölle.

Alles was man über die Hölle gepredigt oder geschrieben hat, alles was man von den Qualen, die die Teufel selber erleiden und sie den Verdammten zufügen, je gehört hat, ist nichts im Vergleich zu dieser schrecklichen und ewigen Wirklichkeit."

O Gott, so betete die Heilige, ich danke Dir, daß ich durch diesen Schrecken die Kraft gefunden habe, nie mehr eine Sünde zu begehen und daß Du mir die Gnade gibst, viel mehr an die armen Sünder zu denken, die auf ihren Weg zur Hölle über alles lachen und spotten.


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