Der heilige Dominikus Savio


Dominikus Savio




Kindheit des heiligen Dominikus Savio


Dominikus Savio wurde als erstes von sieben Kindern einer armen Familie 1842 in Oberitalien geboren. Durch seine schon in früher Kindheit gelebte echte Frömmigkeit wurde er damals schon mit 7 Jahren zur ersten heiligen Kommunion zugelassen. Mit GOTTES und Mariens Hilfe, aber auch mit eigenem eisernen Fleiß, machte er sowohl in der Frömmigkeit als auch in der Schule beste Fortschritte. Mit 12 Jahren kam er zum hl. Don Bosco nach Turin.

Der Priester Johannes Bosco, aus derselben Gegend wie Dominikus stammend, hatte sich vor allem der heimatlosen und verwahrlosten Jungen der aufstrebenden Industriegroßstadt Turin angenommen, ihnen Heimat, Ausbildung und religiöse Formung geschenkt.

Auch Buben, die den Weg zum Priesterberuf gehen wollten, nahm er auf. So kam auch Dominikus zu ihm. Don Bosco erkannte die Anlagen des Buben und förderte ihn. Die nicht ganz drei Jahre, die Dominikus Savio im Oratorium des hl. Johannes Bosco verbrachte, ließen ihn zur altersentsprechenden Vollkommenheit heranreifen. Am 9. März rief Gott den 15-jährigen heim. Er ist die reifste Frucht des erzieherischen Wirkens Don Boscos.
1954 sprach Papst Pius XII. Dominikus heilig. In ihm hat die Jugend und die ganze Menschheit ein herrliches Vorbild und einen großen Fürbitter.

Don Bosco, der Turiner Jugendapostel, hatte für sein großartiges Wirken besondere Gnadengaben. Zu diesen Charismen gehörten auch seine "Träume". In diesen Visionen, die er meist seinen Buben und Mitarbeitern erzählte - ohne den Anspruch übernatürlicher Glaubwürdigkeit zu erheben, einfach zu ihrer Belehrung und Ermutigung -, erhielt der Heilige manche Weisungen und Erkenntnisse, die für die Erziehung seiner Jungen und die Führung seines Ordens wertvoll und hilfreich waren. Viele menschlich unerklärliche prophetische Vorhersagen aus diesen "Träumen" haben sich nachweisbar erfüllt.



Don Boscos Traum
Der Blumenstrauß und ein Ave Maria


In der Nacht zum 6. Dezember 1876 hatte Don Bosco einen "Traum", in dem ihm Dominikus Savio mit vielen anderen Jugendlichen erschien. Nachdem sie manches über das Werk Don Boscos miteinander besprochen hatten, reichte Dominikus dem Priester einen Blumenstrauß mit Rosen, Veilchen, Sonnenblumen, Weizenähren, Enzianen, Lilien und Immergrün und sagte:

"Schau ihn an! Gib ihn deinen Söhnen, damit sie ihn dem HERRN anbieten können. Sorge dafür, dass alle ihn haben und bewahren!"

Was aber bedeutet dieser Blumenstrauß? Die Antwort gab Dominikus Savio selbst:


Dominikus verweist auf den Trost in der Todesstunde - Maria, die Mutter des Erlösers

Nun fragte Don Bosco, weil er die Gedanken des Dominikus nicht erraten konnte: "Was war dann dein größter Trost in der Todesstunde?"
Nehmen auch wir diesen Blumenstrauß aus Dominikus Hand entgegen. Befolgen wir seinen Rat: Beten wir täglich zur GOTTES Mutter, dass sie uns helfe, die Tugenden, die der Blumenstrauß bedeutet, mit Beharrlichkeit zu üben, um in diesem Leben glücklich zu werden und einst mit Dominikus Savio ewig im Himmel sein zu dürfen.


Gebet zum heiligen Dominikus Savio


Heiliger Dominikus Savio, in der Schule Don Boscos hast du gelernt, die Pfade jugendlicher Heiligkeit zu gehen. Hilf uns, deine Liebe zu JESUS und MARIA sowie deinen Eifer für die Rettung der Seelen nachzuahmen.

Erflehe uns die Gnade, dass auch wir entschlossen die Sünde meiden und für das Reich GOTTES arbeiten, um unser ewiges Heil zu erlangen und anderen zu helfen auf diesem Weg. Amen.




ANFANG

STARTSEITE





Maria Goretti - Märtyrerin


Kindheit der heiligen Maria Goretti

Im JAHR 1902 starb in Nettuno in Italien Maria Goretti als knapp 12-jähriges Mädchen an der Verwundung, die sie erlitten hatte, weil es der Aufforderung eines jungen Mannes zur geschlechtlichen Hingabe nicht zum Willen war.

Sterbend verzieh sie ihrem Mörder. 1950 wurde diese Märtyrerin der Keuschheit heilig gesprochen (d.h., der Papst bekundete nach sorgfältiger Prüfung die Überzeugung der Kirche, dass Maria Goretti wegen ihres Blutzeugnisses für CHRISTUS und sein Gebot im Himmel ist).

Papst Johannes Paul II., der schon 1979 in Nettuno die Christen und besonders die Jugend eingeladen hat, dem Beispiel der heiligen Maria Goretti zu folgen, gegen den Strom des Zeitgeistes zu schwimmen und die Reinheit zu lieben und zu verteidigen, sprach am 27.09.1986 wieder diese wichtigen, wegweisenden Worte zum Thema Keuschheit.

Anlass war der Abschluss einer Jugendmission in dem römischen Vorort Massimina mit einem Papstgottesdienst, zu dem die Reliquien der hl. Märtyrerin von Nettuno hingebracht worden waren.



ANFANG

STARTSEITE





Papst Johannes Paul II. an die Jugend


Faszination der Keuschheit

Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Jesus Christi sind?" (1 Kor. 6, 15)

Diese Frage, die uns der hl. Paulus in der ersten Lesung der hl. Messe heute vorlegt, ist auch eine bekümmerte Mahnung: Sie erinnert an die sehr tiefe Bedeutung, die die menschliche Leiblichkeit in der christlichen Auffassung hat.

Der Apostel lenkt die Aufmerksamkeit auf die Lehre von der Gemeinschaft der Kirche als dem "mystischen Leib" Christi. Indem sich der Christ vom Leib des HERRN nährt, wird er durch ihn zu einem "Leib" und zu "einem Geist" (V. 17) geformt.

Der Leib des Christen wird so zum "Tempel des Heiligen Geistes" (V. 19). Durch das Blut CHRISTI erlöst, gehört der Leib des Christen nicht mehr ihm selbst (vg. V V 19-20). Der Leib des Christen ist erkauft mit dem Blut CHRISTI:


Maria Goretti weist den Weg

Wir gedenken heute anlässlich einer Jugendmission in besonderer Weise einer noch sehr jungen Schwester von uns, die jene Worte des hl. Paulus so tief erfasste, dass sie diese auf heroische Weise bis zur äußersten Konsequenz lebte. Und wir wollen sie um ihre Fürbitte anrufen. Ihr wisst alle genau, wen ich meine: die heilige Maria Goretti, deren heiligen Reliquien heute hier bei uns sind.
Es ist diese kleine Heilige, der wir uns heute so nahe fühlen. Wir spüren, dass ihr Geist unter uns gegenwärtig ist, unter euch, meine lieben Jugendlichen. Sie ist ja eine Jugendliche wie ihr und teilt eure Probleme. - Sie versteht euch. Sie kennt euch. Sie liebt euch. Sie kennt eure Schwierigkeiten, weil es auch die ihren waren. Aber sie hat sie bewältigt. Darum kann sie Wegweiserin sein.

CHRISTUS liebt und befiehlt die Keuschheit!

Die Botschaft der heiligen Maria Goretti ist dieselbe wie die des heiligen Paulus. Maria Goretti hat sie übersetzt in Taten.

Auf den zur Erinnerung an dieses hl. Meßopfer ausgeteilten Bildchen habe ich die kleine Heilige von Nettuno "Märtyrerin der Keuschheit" genannt. Was bedeutet diese Bezeichnung? Wie kann man "Märtyrerin der Keuschheit" sein?

Nun ein Märtyrer ist, wer sein Leben für JESUS CHRISTUS hingibt; für jenen JESUS CHRISTUS, der uns die Keuschheit befiehlt und sagt: "Selig, die reinen Herzens sind" (Mt. 5, 8).

Maria Goretti liebte die Reinheit, weil CHRISTUS die Reinheit liebt. Sie wollte keine Sünde gegen die Reinheit begehen - selbst um den Preis ihres Lebens -, weil sie CHRISTUS nicht beleidigen wollte. Indem sie ihr eigenes Leben um der Reinheit willen hingab, gab sie es also für JESUS CHRISTUS hin.

Maria Goretti ist, wie alle Märtyrer, eine Märtyrerin für CHRISTUS. Sie hat ihre heroische Liebe für CHRISTUS bewiesen, indem sie bis zum heroischen Grad jene Reinheit liebte, die von CHRISTUS geliebt und befohlen wird.


Keuschheit ist Ausdruck der menschlichen Würde

Meine lieben Jugendlichen, an euch will ich mich in besonderer Weise wenden: Welch wunderbare Einladung an euch kommt von dieser eurer jungen Schwester! Welchen Augenblick auf menschliche Größe zeigt sie euch, die doch nur ein zartes und ihrem Wesen nach einfaches Mädchen aus dem Volk war! Und doch, welche Weisheit und welches Licht liegt für uns in ihrem Zeugnis."

Maria Goretti lässt uns im Beispiel ihres Lebens und ihres Sterbens ein Ideal sichtbar werden, dessen außergewöhnliche Faszination wir alle spüren müssen. Sie gibt uns nämlich ein Beispiel dafür, wie man die eigene Identität als Getaufter tief achten und die kraftvolle und aufmerksame Pflege der eigenen unversehrten Würde in das Ganze der menschlichen Formung einbeziehen muss. Diese Würde, für die die Keuschheit ein erstrangiger Ausdruck ist, ist uns nicht erst als Christen, sondern schon als Menschen zu eigen.

Wir sind heute sehr darum besorgt, unsere personale Würde und Freiheit als unsere unveräußerlichen Rechte zu schützen. Aber tun wir das immer in rechter Weise?

Ist uns wirklich klar, dass die Keuschheit wieder beachtet werden muss, wenn es um die Förderung und Verteidigung unserer eigenen menschlichen Würde geht?

Sind wir auch fest überzeugt, dass die Sünde der Unreinheit ein Verletzung der menschlichen Würde, eine Schändung des Lebens, eine Verfälschung der Liebe ist?

Das Böse liegt in der Missachtung des Leibes.
"Wer sich der Unzucht hingibt, sündigt gegen den eigenen Leib", sagt der hl. Paulus (1 Kor. 6, 18).

Die christliche Ethik betrachtet den menschlichen Leib mit Bewunderung und Hochschätzung. Der hl. Paulus schreibt in einem anderen Brief (1 Thess: 4, 5): "Jeder soll seinen Leib in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu besitzen wissen, nicht in leidenschaftlicher Lust wie die Heiden, die GOTT nicht kennen" und deshalb nicht wissen, dass der Leib "Tempel des HEILIGEN GEISTES" ist.

Das Böse liegt für den Christen nicht im Leib; es liegt nicht in der menschlichen Sexualität.
Das Böse liegt im Mangel an Ehrfurcht vor der Würde des Leibes, vor der wahren Zweckbestimmung der menschlichen Geschlechtlichkeit.
Das Böse liegt in der "Begierlichkeit" die aus dem "Herzen" kommt durch des die Erbsünde verwundeten Menschen und die ihn dazu verleitet, nicht mehr das wahre Wohl des Nächsten zu suchen, sondern dessen Leib als ein Objekt zu sehen, das er sich aneignen könne.

Die Begierlichkeit nimmt der Liebe die innere Freiheit der Hingabe, "entpersönlicht" gewissermaßen die (geliebte) Person, indem sie sie in ein bloßes Objekt egoistischen Genusses verkehrt.

Die christliche Ethik ist sicher manchmal streng. Doch hat sie nichts gemein mit einer manichäischen Auffassung, die im Leib die Wurzel des Bösen sehen möchte.


Verzicht und Opfer als Weg zur Erhöhung

Wenn die christliche Ethik manchmal Verzicht und Opfer von uns verlangt, so nur deshalb, um die Leiblichkeit zu reinigen und zu erheben und mit ihr den ganzen Menschen zu erhöhen.

Unsere Zeit ist charakterisiert durch die "Wiederentdeckung" der Werte des Leibes. Eine solche Wiederentdeckung ist an sich schätzenswert und achtbar, gerät aber oft durch eine Haltung der Entsakralisierung und Ehrfurchtslosigkeit in Gegensatz zu den Werten des Geistes. In einer solchen Zeit ist es notwendig, eine Sicht vom Menschen neu zu bekräftigen, die beide Dimensionen des menschlichen Seins, die leibliche und die geistige, angemessen in Einklang bringt. - Und genau nach dieser Harmonisierung strebt die christliche Ethik in jeder ihrer Normen, welche die Beziehungen zwischen Leib und Geist betreffen. Dabei lässt sie sich stets von der übernatürlichen Zukunftsaussicht erleuchten, mit der die göttliche Offenbarung den Erwartungen des Menschen entgegenkommt, und zwar besonders von der Aussicht auf die endgültige Auferstehung, in der der Leib gewürdigt wird, in einer erneuerten Lebensgemeinschaft mit dem Geist an der Freude GOTTES selbst teilzuhaben.
"Weder der Materialismus noch der Hedonismus, sondern nur die christliche Ethik kann wahrhaft die Würde des menschlichen Leibes so erhöhen."


Faszination der Keuschheit wieder entdecken

Maria Goretti hat ihr leibliches Leben geopfert, gerade weil sie es nicht mit Sünde beflecken wollte, weil sie keine Sünde gegen ihren Leib begehen wollte!

Sie hat begriffen - und das ist ihre Lehre für uns -, dass das wahre Übel für den Leib nicht so sehr das Leiden ist (sie konnte sogar den Tod auf sich nehmen), sondern die freiwillige Tat die Sünde , die man begeht gegen den Leib und gegen den Sinn des Lebens, den die Schöpferweisheit in den Leib hineingelegt hat.

Unsere Gesellschaft muss jene Tugend wiedererlangen, für die Maria Goretti ihr Leben gab, und sie muss die Anziehungskraft und Faszination dieser Tugend wiederentdecken.


Die Keuschheit erobern

Es ist ebenso schwierig wie notwendig, die Keuschheit zu erringen. Und wenn wir nicht ihre ganze geistige Schönheit erkennen, werden wir kaum zu dem Kampf bewogen werden, der notwendig ist, um diese Tugend zu erringen.

Die Eroberung der Keuschheit verlangt eine mutige und ausdauernde Willensanstrengung. Diese wird durch die göttliche Gnade gestärkt, die die Natur von ihren schlechten Neigungen heilt und auf das Gute hin ausrichtet.

Möge für euch, liebe Jugendliche, die Keuschheit die Grundlage eines edlen und hochherzigen Kampfes sein, dessen Ziel nicht so sehr die physische Bestleistung als vielmehr die Entwicklung der moralischen Stärke und die volle Eroberung der eigenen Person-Würde ist.

Der junge Mensch, der der sinnlichen Lust nachgibt, kann sich nicht in rechter Weise auf diese Kämpfe vorbereiten und kann auch nicht die Voraussetzungen erbringen, um sie siegreich zu bestehen.


Früchte der Keuschheit

Möge dieser edle Wettkampf eure Herzen mit Begeisterung entflammen! Es wird eine viel größere Klarheit und Freude in euer Leben kommen! Ihr werdet euch mit viel stärkerem Vertrauen der kommenden Verantwortung und den schweren Kämpfen stellen, die euch bei der Gestaltung eurer Zukunft erwarten!

Die Frucht der Keuschheit ist die innere Harmonie der Person und die Fähigkeit zu einer großmütigen und selbstlosen Liebe in der Freiheit des Geistes und in einer lebendigeren Empfindsamkeit für den Wert der göttlichen und übernatürlichen Güter.


Reinheit auf verschiedene Weise leben

Die Gegenwart der Reliquien der hl. Maria Goretti sei für euch, liebe Jugendliche, eine Ermutigung. Sie seien ein Zeichen und eine Ursache der Hoffnung!

Wofür immer ihr euch morgen entscheiden werdet, zur Ehe, zum Priestertum oder zum Ordensleben, die kleine Heilige von Nettuno ist für euch alle eine Lehre und Ermutigung. Die Reinheit kann auf verschiedene Weise gelebt werden, je nach der Berufung, die wir von GOTT erhalten. Wichtig dabei ist es, zu erfassen, welche Art von Reinheit GOTT in unserem Leben erwartet, und diesem Ideal mit Festigkeit und Opferbereitschaft treu bleiben.

Die Früchte der Reinheit sind immer bedeutend und dauerhaft, in welchen Lebensstand auch immer GOTT uns ruft, um Zeugnis zu geben.

"Verherrlicht also GOTT in eurem Leib!" sagt uns der hl. Paulus (1 Kor. 6, 20).




ANFANG

STARTSEITE






Papst Benedikt XVI.
"Die Kinder sind der größte Schatz einer jeden Gesellschaft"
An US-Bischöfe, 9. März 2012

"Einige von euch haben mit Besorgnis auf die zunehmenden Schwierigkeiten hingewiesen, die unverkürzte Lehre der Kirche über Ehe und Familie zu vermitteln... Freilich müssen wir Mängel in der Katechese der letzten Jahrzehnte anerkennen, die manchmal versagt hat bei der Vermittlung des reichen Erbes der katholischen Lehre über die Ehe als natürliche Institution, die von CHRISTUS zur Würde eines Sakramentes erhoben wurde, der Berufung christlicher Eheleute in Gesellschaft und Kirche sowie der Übung der ehelichen Keuschheit. Diese Lehre, die vom nachkonziliaren Lehramt immer deutlicher zum Ausdruck gebracht und sowohl im Katechismus der Katholischen Kirche als auch im Kompendium der Soziallehre der Kirche umfassend dargelegt wurde, muss wieder den ihr zukommenden Platz in der Verkündigung und in der katechetischen Unterweisung erhalten... In diesem großen pastoralen Einsatz ist es dringend notwendig, dass die ganze christliche Gemeinschaft die Tugend der Keuschheit wieder wertzuschätzen lernt...

Lasst mich noch einmal daran erinnern, dass all eure Bemühungen in diesem Bereich letztlich auf das Wohl der Kinder ausgerichtet sind, die ein grundlegendes Recht haben, mit einem gesunden Verständnis der Sexualität und des ihr zukommenden Platzes in den zwischenmenschlichen Beziehungen aufzuwachsen. Die Kinder sind der größte Schatz und die Zukunft einer jeden Gesellschaft. Für sie wirklich Sorge zu tragen bedeutet, unsere Verantwortung zu erkennen, die sittlichen Tugenden, die der Schlüssel zur menschlichen Erfüllung sind, zu lehren, zu verteidigen und zu leben."

(Aus: Freundeskreis Maria Goretti e.V.)




Papst Benedikt XVI.
"Zu einer hohen Sicht von Liebe und Geschlechtlichkeit erziehen"
14.1.2010,   Caritas in veritate 9


"Die Notwendigkeit und Dringlichkeit, den Jugendlichen zu helfen, ihr zukünftiges Leben auf echte Werte zu gründen, ist für alle offensichtlich. Diese Werte nehmen Bezug auf eine hohe Sicht des Menschen und finden im religiösen und kulturellen christlichen Erbe ihren höchsten Ausdruck. Heute wollen die jungen Generationen wissen, wer der Mensch ist, was seine Bestimmung ist, und sie suchen Antworten, die ihnen den Weg weisen können, den sie gehen müssen, um ihr Leben auf die ewigen Werte zu gründen.

Insbesondere bei den Bildungsangeboten zu den für das Leben so wichtigen, großen Themen der Affektivität und Sexualität muss vermieden werden, den Heranwachsenden und Jugendlichen Wege aufzuzeigen, die eine Banalisierung dieser für das menschliche Leben grundlegenden Dimensionen begünstigen. Mit diesem Ziel bittet die Kirche um die Mitarbeit aller, insbesondere aller in der Schule Tätigen, um zu einer hohen Sicht der Liebe und der menschlichen Sexualität zu erziehen. Diesbezüglich möchte ich einladen zu verstehen, dass die Kirche, wenn sie ,Nein' sagt, in Wirklichkeit ,Ja zum Leben' sagt, zu einer in der Wahrheit der Selbsthingabe an den anderen gelebten Liebe, zu einer Liebe, die sich dem Leben öffnet und sich nicht in einer narzisstischen Sicht des Ehepaares verschließt. Sie ist davon überzeugt, dass nur diese Entscheidungen zu einem Lebensmodell führen können, in dem das Glück ein gemeinsames Gut ist. In Bezug auf diese Themen wie auch die Themen der auf die Ehe gegründeten Familie und der Achtung des Lebens von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende muss die kirchliche Gemeinschaft der Wahrheit treu bleiben, die allein Garant der Freiheit und der Möglichkeit einer ganzheitlichen menschlichen Entwicklung ist."




ANFANG

STARTSEITE